Freiwilligenarbeit Madagaskar

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit madagaskar soumayaHallo Ihr lieben, schön das ihr euch für einen Auslandsaufenthalt auf Nosy Be interessiert. Zu meiner Person: Ich bin 21 Jahre alt und studiere Soziale Arbeit, ich habe mich auf Grund meiner langen Semesterferien dafür entschieden etwas länger ins Ausland zu gehen. Warum Madagaskar? Ich bin einfach durch und durch voll der Afrika typ, ich liebe Afrika und alles was dazu gehört. Außerdem ist Madagaskar etwas besonders, ich meine habt ihr schon mal gehört, dass jemand von euren Freunden auf Madagaskar war? Ich nicht. Passend zu meinem Studium habe ich mir das Projekt „Kindergarten“ ausgesucht.

Ankunft auf Nosy Be: Mein Roommate und ich sind zufällig im gleichen Flugzeug gewesen. Wir wurden von einem der Coordinatoren am Flughafen mit einem „Green Lion“ Schild empfangen. Im Auto hat mein Roommate verzweifelt nach dem Anschnaller gesucht, daraufhin habe ich total den Lachflash bekommen und gesagt: „Willkommen in Afrika!“ Wo wir direkt bei den Straßen auf Nosy Be sind, denn eigentlich sind es keine Straßen :D Es sind Wege mit riesen großen Schlaglöchern. Und es gibt keine Spuren wie in Europa, sondern man umfährt halt die Löcher und bahnt sich seinen eigenen Weg. Also macht euch auf wacklige, rucklige und abenteuerreiche Fahrten gefasst.

Das „Center“ (also die Unterkunft) ist eine Villa auf einem riesen Grundstück direkt am Strand! Es gibt 4 Zimmer, zwei 4-Zimmer und zwei 2-Zimmer, jedes Zimmer hat sein eigenes Bad, unter anderem gibt es ein sehr großes Wohnzimmer und eine Küche natürlich. Das Zusammenleben dort ist sehr familiär, gegessen wird immer um dieselbe Zeit und alle zusammen! Florette ist die weltbeste Köchin, das Essen ist super lecker, wenn man sich mit zwei Mal am Tag Reis und jeden Morgen Spiegelei anfreunden kann.

Da wir immer noch in Afrika sind, sind die Mitbewohner natürlich nicht immer nur Menschen :D Im Hohlraum vom Dach leben sehr viele Fledermäuse, sehr kleine, süße Geckos rennen morgens gerne mal über den Frühstückstisch, die ein oder andere Ameisenstraße bahnt sich ihren Weg durch die Küche oder durchs Bad und nicht zu vergessen sind Kakerlaken, die man hin und wieder im Zimmer hat. Ich kann euch aber sagen, dass ihr euch schneller dran gewöhnen werdet als ihr glaubt!

Wir sind mit der Orientierungswoche gestartet, diese war sehr cool, wir haben viele verschiedene Dinge gemacht wie z.B. Painting Class, Loko Be (Vanille pflanzen, Wald erkunden und mit einem Lokal Boot fahren bzw. rudern), Sonnenuntergang angeschaut, traditional dance etc.

Zum Projekt: Man kann den Kindergarten dort, nicht mit dem Kindergarten hier vergleichen. Im Prinzip ist es auch teaching aber mit jüngeren Kindern. Die Kinder, die dich erwarten sind zum Teil sehr distanziert und zum Teil sehr anhänglich. Sie bauen schnell eine Beziehung auf und sind nach anfänglicher Distanz, später ebenfalls sehr anhänglich, so dass man Grenzen setzte muss, denn manchmal versuchen fünf Kinder gleichzeitig an einem hoch zu klettern. Lalaina ist deine Coordinatorin, sie ist ein herzensguter Mensch und wird dir in jeder Lage versuchen zu helfen. Außerdem hilft sie dir beim übersetzten, denn das Englisch der Kinder ist natürlich nicht sehr gut.

Meine persönlichen Erfahrungen: Als allererstes ist es wichtig, sich nach der Ankunft von allem selbst ein Bild zu machen und sich seine eigene Meinung bilden. Sonst verpasst du vielleicht Dinge, die dir mega gut gefallen hätten oder du übernimmst Vorurteile von jemand anderem. Zweitens, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Einheimische ziemlich viele Vorurteile gegenüber „Weißen“ haben. Aber wenn du offen und freundlich bist und zeigst, dass du eben nicht dieser typische Weiße bist, der sich die Traumstände reinzieht, Müll dalässt und dann wieder abhaut, sondern dass du wirklich helfen willst, dass du wissen willst, wie die Leute dort leben… Dann wirst du auf zwischenmenschlicher Ebene so viel zurückbekommen! Ob von den Kindern, den Nachbarn oder den TukTuk-Fahrern, das ist völlig egal, aber hab keine Angst, sondern sei neugierig! :)

Hier findest du alle Informationen über das Programm Freiwilligenarbeit Madagaskar.

weitere Erfahrungsberichte

Auf einen Blick
Start:
montags
Dauer:
von 1 bis 12 Wochen
Mindestalter:
ab 18 Jahre
Region:
Nosy Be
Bereiche:
Soziale Projekte
Teaching
Öko
Tierschutz
Gebühr:
ab 499 EUR