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Kristin au-pair in IslandAlso mich hat es nach Hrafnagil verschlagen, eine Farm, die etwa 12km von Akureyri entfernt liegt. Akureyri ist die zweitgrößte Stadt Islands und die sogenannte Hauptstadt des Nordens  Auf der Farm, die relativ schnell mein neues zu Hause wurde, war ich nun Au Pair für ein Jahr für vier Mädels, die mittlerweile 7Jahre, 4Jahre, 2Jahre und 8,5Monate alt sind. Als ich dort ankam war die Jüngste allerdings noch nicht einmal geboren  und man kann leider nicht verleugnen, dass vier Mädels dich manchmal in den Wahnsinn treiben können, aber genauso wie man sie manchmal am liebsten in den nicht vorhandenen Keller einschließen möchte, genau so kann man sie manchmal auch einfach nur abknutschen  Am Anfang kam bei mir ja auch noch dazu, dass ich kein Wort Isländisch sprach, was die Kommunikation mit den Kindern etwas schwierig gestaltete….aber irgendwie hat man sich meistens dann aber trotzdem verständigen können.

Kristin au-pair in IslandIch habe dann auch eine Sprachschule besucht und man muss sagen, dass ich echt gemerkt habe, wie danach mein Isländisch immer besser wurde und ich immer mehr sagen konnte, zwar keine vollständige Sätze, aber ich konnte schnell viele einzelne Wörter, so dass die Kinder wenigstens eine Ahnung hatten wovon ich rede und ich habe gelernt aus dem Redeschwall der Kinder einzelne Wörter herauszuhören, so dass ich auch eine Ahnung hatte wovon sie reden, aber nach gut einem halben Jahr war mein Isländisch dann so gut, dass der tägliche Umgang mit den Kindern keine Probleme mehr bereitete. Was nun aber nicht heißt, dass ich dann fließend Isländisch sprach, aber es war immerhin genug für die Kinder und jetzt nach dem ganzen Jahr könnte ich immer noch nicht isländisches Fernsehen gucken und ich habe auch immer noch Probleme mich mit Erwachsenen auf Isländisch zu unterhalten, aber mit Kindern klappt es wunderbar, was vielleicht daran liegt, dass Kinder einen einfacheren Wortschatz haben und ich mit Kindern mein isländisch gelernt habe. Durch die Sprachschule habe ich dann auch einige Leute kennengelernt, mit denen ich an meinen freien Tagen etwas unternehmen konnte, was die ganze Sache von wegen, dass man alleine im Ausland ist, sehr viel angenehmer gestaltet. Mein Freundeskreis hat sich dann auch immer weiter ausgeweitet, was die ganze Sache mit dem Abschied dann nicht gerade einfacher gemacht hat  aber ich bin sehr dankbar für all die Leute, die ich kennenlernen durfte und dank facebook und Telefon ist es auch nicht allzu schwer in Kontakt zu bleiben und es steht jetzt schon für mich fest, dass ich auf jeden Fall mal wieder zurück gehe, wenn auch nur für ein paar Wochen Urlaub in meinem nun so geliebten Akureyri. Dafür dass ich am Anfang nicht einmal wusste, dass diese Stadt überhaupt existiert, geschweige denn wie man sie buchstabiert, würde ich nun sofort und auf der Stelle jederzeit zurück wollen. Mein Jahr dort ging sehr schnell vorbei, wenn auch einzelne Tage anstrengend waren. Früh bin ich aufgestanden und habe die Älteste geweckt und fertig für die Schule gemacht und dann habe entweder ich oder mein Gastvater sie in die Schule gefahren, danach habe ich die nächsten zwei aufgeweckt und für den Kindergarten fertig gemacht, wo meine Gastmutter sie dann meistens hingefahren hat. Danach ist diese dann meist in die Stadt gefahren zum Einkaufen, Besorgungen machen oder was eben sonst so anfällt. Währenddessen habe ich dann auf die ganz Kleine aufgepasst und den Haushalt gemacht. Nachmittags kam dann der Rest der Rasselbande auch wieder zurück, in dem Sinne war bei uns immer etwas los, besonders im Kristin au-pair in IslandSommer gibt es immer etwas zu tun. Der Winter dagegen kann schon etwas langweilig sein, es ist von vielleicht 11 bis 3 nur hell und man kommt so schlecht draußen vorwärts wegen dem ganzen Schnee, aber dafür ist der Sommer umso schöner, wenn es gar nicht mehr dunkel wird und es zumindest nicht mehr ganz so kalt ist  Meine 2 Wochen Urlaub, die ich hatte, habe ich mir dann auch im Juli genommen und bin zusammen mit einer Freundin nach Reykjavik gefahren und im Sommer ist auch fast jedes Wochenende eine Art Festival, die man vielleicht mit der Kirmes/Kerwa hier vergleichen kann, in irgendeinem Dorf, wo ich dann mit meinen Freunden hingefahren bin. Allgemein kann man sagen, dass Isländer sehr gastfreundlich und offen sind, wenn es auch auf den ersten Blick nicht so aussieht, da Umarmungen zur Begrüßung sehr unüblich sind oder das Wort „bitte“ zum Beispiel in der isländischen Sprache gar nicht existiert. Aber wenn man sie einmal kennenlernt und ihre Angewohnheiten kennt, findest man schnell heraus wie nett doch alle sind  Das Schöne ist, dass die Leute, sobald man sich einmal auch nur etwas unterhalten hat, immer wieder zu einem zurück kommen und einen immer wieder erkennen, hier bleibt man nicht anonym, gerade in Akureyri mit einer Einwohnerzahl von etwa 18.000 Menschen kennt jeder fast jeden.

Kristin au-pair in IslandZusammenfassend muss ich sagen, dass ich jedem, der die Chance hat ein Jahr im Ausland zu verbringen, diese unbedingt wahrnehmen sollte. Dieses Jahr hat mir viel über mich selbst gezeigt, ich bin eigeständiger geworden, vielleicht ein Stück selbstbewusster und definitiv offener gegenüber neuen Situationen und Leuten. Aller Anfang ist schwer, neues Land, neue Sprache, neue Gewohnheiten und man selber steht dem am Anfang mehr oder weniger allein gegenüber und muss sich erst zurecht finden, aber mit der Zeit wird es nur besser und zum Schluss will man nicht mehr zurück.

 

 

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