Au Pair Schweden

Janna au pair in schwedenJetzt ist es bereits mehr als ein halbes Jahr her, dass ich aus Schweden wiedergekommen bin..
Im August 2017 hieß es für mich tschüss Deutschland und hejsan Sverige. Ich habe eigentlich die ganze Zeit vor meiner Ausreise nicht wirklich realisiert was auf mich zukommt. 1 Jahr von Zuhause weg, fremdes Land, fremde Sprache, fremde Leute… Dann hatte ich eine sehr lange Zugfahrt vor mir, denn ich bin nicht nach Schweden geflogen, sondern mit dem Zug gefahren. Endlich in Halmstad angekommen wurde ich von meiner Gastmutter und meinem Gastkind abgeholt und ja dann war ich schon mitten drin in meinem Abenteuer.

Wir (meine Gasteltern und die zwei Kids Lykke, 9 und John, 4) haben das erste Wochenende in ihrem Ferienhaus in Halmstad verbracht mit viel Trampolinspringen, malen und „beschnuppern“. Mir fiel es anfangs recht schwer, da ich nicht wirklich viel Schwedisch konnte außer „Jag heter Janna“ (Ich heiße Janna) und hej und vielleicht noch ein paar vereinzelte Wörter. Somit war die Kommunikation mit den Kids am Anfang sehr schwierig, denn sie konnten kein Englisch aber zum Glück meine Gasteltern! Dann sind wir endlich in meine neue Heimat gefahren – MALMÖ

Ich war vorher noch nie in Schweden und hatte aber schon immer diesen Wunsch dort einmal hinzufahren und dann irgendwann die Idee dort ja mein AuPair Jahr zu verbringen und ich kann nur sagen, das war die beste Entscheidung, die ich bisher je getroffen habe!!

Ich habe in Malmö mein zweites Zuhause gefunden, in meiner Gastfamilie eine wirklich tolle zweite Familie und einige wirklich gute Freunde.

Die ersten Monate waren für mich nicht wirklich einfach, mich hat oft das Heimweh gepackt und ich war gefühlt irgendwann dauerkrank. Aber dank des Sprachkurses, den ich anfangs gemacht habe, ist es echt besser geworden, denn ich konnte so langsam die Sprache sprechen (was die Kommunikation mit den Kids um einiges einfacher machte!) und ich habe im Sprachkurs einige weitere Au Pairs kennengelernt und auch eine weitere Freundin, die kein Au Pair war. Und dann als ich mich nach so ca. 2-2 ½ Monaten eingelebt hatte und ich eine Routine entwickelt habe ging es mir echt viel besser. Ich war zwar immer noch häufig krank aber mir liegen die kalten Monate nicht so. Und kalt & windig war es in Malmö so ab November, das kann ich euch sagen. Die grauen Monate fand ich echt nicht so cool aber dann im Februar kam auch mal Schnee und als es ab Ende April so richtig schön wurde, da hab ich Schweden nochmal richtig lieben gelernt!

Meine Aufgaben als Au Pair waren häufig morgens mit den Kids frühstücken und dann den Kleinen fertig machen und zum Kindergarten, bzw. „Dagis“ wie es auf Schwedisch heißt, bringen. Danach hab ich dann ein bisschen was im Haushalt gemacht (saugen, Küche aufräumen, Wäsche zusammenlegen & verteilen, Hemden bügeln etc.) und dann hatte ich meistens bis um 14.30 Freizeit, weil dann die Große aus der Schule wiederkam und ich dann den Kleinen wieder abgeholt habe. Dann sind wir mal auf den Spielplatz gegangen, haben was zuhause gespielt oder die Kids hatten Freunde da/waren bei Freunden. An den meisten Tagen hab ich dann noch Abendbrot gekocht und mit den Kids gegessen. Manchmal wenn meine Gasteltern erst spät von der Arbeit wiederkamen oder beruflich im Ausland waren, hab ich die Kids dann noch ins Bett gebracht.

Vormittags hab ich mich dann meistens mit Freunden in der Stadt getroffen (das war von mir aus so 10-15 Minuten mit dem Fahrrad), wir waren shoppen, in Cafés zur fika, sind einfach nur rumgebummelt usw.

Ein paar Mal hatte ich auch Besuch aus Deutschland, über meinen Geburtstag war ich beispielsweise mit meiner besten Freundin in Helsinki und über Weihnachten waren meine Mutter & meine Schwestern bei mir in Schweden.

Wenn Ferien waren oder irgendwelche Feiertage bin ich meistens mit Freunden verreist, so war ich mal ein Wochenende in Oslo, ein paar Tage in Helsinki, ein verlängertes Wochenende in Stockholm, hab den Süden Schwedens erkundet und war auch mal in Kopenhagen. Man kann so tolle Dinge erleben!

Ich hab unter den Au Pairs, die ich kennengelernt habe (wir hatten eine WhatsApp Gruppe und in Malmö gab es eine deutsche Kirche, die einmal im Monat Au Pair-Treffen veranstaltet hat, wo man auch nochmal einige kennengelernt hat), wirklich Freunde fürs Leben gefunden mit denen ich auch jetzt noch guten Kontakt habe und dafür bin ich so unendlich dankbar!!!

Zum Schluss war ich auch noch für kurze Zeit in einem Chor, wo ich auch ein paar schwedische Mädels kennengelernt habe. Das war nämlich ansonsten echt schwierig da einheimische Freunde zu finden.

Ja und Schweden.. dieses Land und vor allem Malmö – ich bin verliebt und ich habe Sehnsucht nach meiner zweiten Heimat! Die Menschen dort sind einfach toll! Ich kann gar nicht richtig beschreiben was es ist aber die haben einfach eine andere Mentalität und ja, ich find die einfach toll!

Ich könnte noch so weiter schwärmen aber es ist jetzt schon so lang geworden. Ich habe einfach die besten 11 Monate meines Lebens gehabt und ich würde es jederzeit wieder so machen!!! (wer Lust hat kann ja mal auf meinem Blog vorbeischauen, da gibt es noch mehr Storys, viele Bilder etc.: jannagoessweden.auslandsblog.de)

Und nochmal vielen Dank an MultiKultur, ihr habt das alles möglich gemacht und mich perfekt platziert in meiner Gastfamilie – DANKE :-) & selbst während meiner Zeit drüben in Schweden hab ich mich perfekt aufgehoben gefühlt, da ihr immer mal wieder nachgefragt habt wie es mir so geht etc.

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