Au Pair Australien

Ende August 2016 ging es für mich endlich los nach Australien. Nachdem ich meine Gastfamilien unter mehreren "Matches" sorgfältig ausgewählt hatte und wirklich eine tolle Familie erwischt hatte, war die Vorfreude riesig.

Am Flughafen angekommen fiel der Abschied natürlich schwer (vor allem von meinem Freund, aber kaum von deutschem Boden abgehoben, schon war alles vergessen.

Nach einem langen Flug kam ich endlich in Tamworth, meiner neuen Heimat für die nächsten 10 Monate, an. Meine Gastmama Jacki und ihr Sohn Max begrüßten mich ganz herzlich und ich fühlte mich sofort gut aufgehoben.

Die ersten Wochen waren sehr aufregend. So viele neue Eindrücke, Menschen und Aufgaben. Erst einmal war es ziemlich gewöhnungsbedürftig, wie viel Verantwortung ich auf einmal hatte. Nicht mehr bloß zuhause auf dem Sofa sitzen und die freie Zeit nach dem Abi genießen, sondern früh aufstehen, einen aufgeweckten dreijährigen bespaßen und bewachen und den Haushalt der Familie schmeißen. Doch schon nach wenigen Wochen war das alles Normalität und es fühlte sich meistens wirklich nicht wie Arbeit an. Es war Frühling, wir gingen schwimmen, reiten und picknicken. Jacki half mir wo sie nur konnte und so war es wirklich einfach nur schön.

Schnell habe ich die Familie kennen und lieben gelernt und ich fühlte ich mehr wie eine Schwester und nicht wie eine "Angestellte".

Das Einzige, was mir ziemlich lange Probleme bereitete, war das Kommunizieren mit Patrick, dem Gastvater. Nicht nur der australische Akzent bereitete mir Kopfzerbrechen ("Wanna cuppa?", "What we gonna have for pud'?", "Did you camp alright Darl'?"); sondern auch sein Nuscheln war schwer zu verstehen. Aber irgendwann und mit viel Geduld habe ich auch das hingekriegt und wenn nicht, konnten wir einfach drüber lachen und meine Gastmama hat "übersetzt".

Die Zeit ging super schnell um, ich hatte viele Freunde gefunden und schon bald stand Weihnachten vor der Tür. Ich konnte es kaum erwarten mal ein völlig anderes Weihnachten down under zu erleben und was soll ich sagen? 40 Grad im Schatten, Wasserski fahren, ein riesen Barbecue und ein künstlicher Weihnachtsbaum. Viel unterschiedlicher wäre es nicht mehr gegangen. Es war wunderschön, auch wenn mich Heiligabend doch kurz das Heimweh überkam (übrigens das einzige Mal in den 10 Monaten).

Mein absolutes Highlight war dann Silvester mit meinen Mädels in Sydney. Das war absolut einmalig und man sollte es wirklich einmal gesehen haben.

Da ich an meine Au-pair-Zeit keinen Reisemonat o.ä. dranhängen wollte, bemühte meine Gastmama sich, mir so viel von Australien zu zeigen, wie nur möglich. So waren wir in Brisbane, Sydney, an der Goldcoast, in Newcastle und im Outback in Charleville für 2 Wochen. Alles Erfahrungen die ich nicht mehr missen möchte und die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Ende Januar bekam Jacki ihr zweites Kind und unsere kleine Familie wurde auf den Kopf gestellt. Von nun an waren es zwei Jungs und es war immer was los. Da Jacki in Mutterschutz war, verbrachten wir extrem viel Zeit miteinander, was erstaunlicherweise wirklich super funktionierte. (Trotzdem musste ich aufpassen, mir auch mal Zeit für mich zu nehmen!)

Plötzlich war es schon März und mein Freund kam mich für 3 Wochen besuchen. Also ab nach Cairns, tauchen am Great Barrier Reef. Auf jeden Fall DAS Highlight meines Jahres down under, das sollte sich niemand entgehen lassen!

Die letzten drei Monate gingen dann leider so schnell vorbei und bald war schon der Abschied gekommen. Es war wirklich fürchterlich schwer und die Vorfreude auf Zuhause wollte nicht so richtig aufkommen.

Mittlerweile bin ich schon seit drei Monaten wieder zuhause und habe mich gut wieder eingelebt. Klar, die australische Familie fehlt mir sehr, aber mit Skype, Briefen und whatsapp ist alles halb so wild.

Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt mich gerne an!
Alles Liebe und ganz viel Spaß im Ausland,
Lara
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