Au Pair Frankreich

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von LenaNach einer langen Vorbereitungszeit, viel Papierkram und nachdenken, ob ich denn auch die richtige Entscheidung getroffen habe, ging es für mich Anfang September letzten Jahres in den Süden Frankreichs und zwar als Au-Pair eines 11-jährigen Mädchens. Trotz des schweren Abschiedes von meiner Familie und meinen Freunden, war die Neugier ziemlich groß und ich freute mich auf diesen neuen Lebensabschnitt.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von LenaZu Beginn hatte ich sehr viel Freizeit und war dann ganz froh, als für mich „Schule“ wieder anfing. Das hieß, dass ich drei Mal die Woche drei Stunden Französischunterricht hatte. Neben meinem „Stundenplan“ hatte ich ja auch meinen Arbeitsplan, der vorsah, dass ich von Montag bis Freitag ab dem späten Nachmittag bis zum zu Bett bringen „arbeiten“ musste. Bis zu den Weihnachtsferien war das alles sehr neu und aufregend, aber als ich nach den Ferien aus meinem Heimaturlaub wiederkam, hatte sich das ganze Unternehmen in einen teilweise sehr langweiligen und anstrengenden Alltag entwickelt.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von LenaDadurch, dass ich mit meiner Gastschwester Hausaufgaben machen musste und sie zu allen Aktivitäten begleiten musste, war es für mich, als wäre ich selber wieder in der Schulzeit gelandet. Glücklicherweise hatte ich eigentlich jedes Wochenende frei und eine sehr nette Gastfamilie, bei der ich auch immer willkommen sein werde. Die Wochenenden habe ich dann mit den Au-Pairs aus der Gegend verbracht und wir haben uns so viele Städte und Sehenswürdigkeiten angeguckt wie wir konnten. Auch unter der Woche vormittags bis späten Nachmittag konnte ich tun und lassen, was ich wollte. Diese Zeit nutzte ich dann aus, mich mit Freunden im Park zu treffen oder sonstige Dinge zu erledigen, die angefallen sind.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von LenaWas nun meine persönliche Entwicklung/Erfahrung und nicht meine touristischen Ausflüge angeht, kann und muss ich sagen, dass mich dieser Aufenthalt in vielen Dingen verändert und vorangebracht. Ich bin sehr viel geduldiger geworden, habe (leider auch) in meinem jungen Alter schon einige typische „Muttersätze“ zu meiner Gastschwester gesagt und habe gelernt, was es heißt die Verantwortung für ein Kind tragen zu müssen. Es gab neben vielen schönen Momenten, wie z.B. langen und witzigen Unterhaltungen und vielen Umarmungen vor dem Schlafengehen mit meiner Gastschwester, lange und schöne Abende draußen auf der Terrasse mit meiner Gastfamilie, Tagesausflüge u.Ä., aber auch einige schwierige Momente, die mir dann so einigen Kummer bereitet haben. Im Großen und Ganzen waren es 10 Monate voller Höhen und Tiefen, aus denen ich so einiges gelernt habe.

Aber jeder nimmt seine eigenen Erfahrungen mit und bei jedem kann es total anders ablaufen. Mein einziger guter Ratschlag ist, sich nicht unterkriegen zu lassen und wenn es mal nicht so gut läuft, sollte man mit seinen Eltern, Freunden und auch der Gastfamilie darüber reden. Und bevor man sich streitet, immer erstmal eine Nacht über die Geschehnisse schlafen. Einige Dinge sind gar nicht so schlimm wie sie einem zuerst erscheinen.

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