Ein Campingurlaub mit dem Zelt ist eine super Möglichkeit, um flexibel und kostengünstig zu reisen. Man kann jeden Tag neu entscheiden, wo es hingehen soll, muss sich nicht vorher um Hostel- oder Hotelbuchungen kümmern und kann einfach drauf losfahren. Doch was sollte man bedenken, wenn man sein Gepäck für einen Campingurlaub packt? Was darf man auf keinen Fall vergessen und was gibt es für spezielles Campingequipment?

Je nachdem wie man unterwegs ist (ob mit einem eigenen Auto oder mit Zügen und Bussen) muss man bei seinem Gepäck sehr auf die Menge und das Gewicht achten. Aber selbst wenn man mit einem eigenen Auto fährt gilt: Je weniger und je platzsparender umso besser. Im Endeffekt ärgert man sich sonst nur darüber, dass man ständig alles aus- und einpacken muss :-)

Zur generellen Campingausrüstung zählen natürlich ein Zelt, eine Matratze und ein Schlafsack. Bei der Auswahl dieses Equipments sollte man sein Reiseziel und seine Reisezeit im Hinterkopf haben. Je nachdem, wo es hingehen soll, ist ein mehr oder weniger professionelles Equipment notwendig. Fährt man in den Norden, sollte man (gegebenenfalls auch im Sommer) eine gut isolierende Matratze und einen dicken Schlafsack dabei haben. Im Süden kann man hier in der Regel etwas an Gewicht sparen und einen dünneren Schlafsack mitnehmen. Es bietet sich übrigens an, eine Rettungsdecke aus einem Erste-Hilfe-Set mitzunehmen. Diese ist super leicht und platzsparend und man kann sie zum zusätzlichen Isolieren unter die Matratze legen.

Beim Zelt sollte man aber auf jeden Fall darauf achten, dass es wasserdicht ist, denn auch im Süden kann es mal regnen. Sind das Zelt und die Sachen darin nämlich erst einmal nass, ist es sehr schwer sie wieder trocken zu bekommen und der restliche Campingurlaub könnte unangenehm werden. Die Wasserfestigkeit eines Zeltes wird durch die Wassersäule angegeben. Ab einer Wassersäule von 1500mm gilt ein Zelt als kurzfristig wasserdicht, ab 3000mm als so gut wie jedem Wetter wasserdicht. Bei der Zeltauswahl sollte man außerdem beachten, ob die Regionen, in die man fährt für windiges Wetter bekannt sind. Dann ist ein Kuppelzelt vorteilhafter als ein Tunnelzelt, da ein Tunnelzelt dem Wind eine größere Angriffsfläche bietet. Sollte man vorhaben sein Zelt zum Beispiel auch auf einem Dünencampingplatz aufzuschlagen, ist es von Vorteil nicht nur einfache Zeltheringe, sondern lange Erdnägel mitzunehmen, da diese einen besseren Halt in der Erde haben.

Generell sollte man bei der Qualität der Heringe nicht geizig sein, denn sind sie erst einmal verbogen, wird es häufig schwer sie noch in den Boden zu bekommen. Man erspart sich eine Menge Ärger, wenn man von vornherein gute Heringe mitnimmt. Ist man mit dem eigenen Auto unterwegs, könnte es außerdem nützlich sein, einen Gummihammer mitzunehmen. Man weiß nie, wie steinig und hart der Boden ist, auf dem man sein Zelt aufbauen möchte. Ohne eigenes Auto sollte man auf Grund des Gewichts auf den Hammer lieber verzichten. Zur Not kann man sich auch mit einem größeren Stein behilflich sein oder man fragt auf dem Campingplatz rum, ob man sich einen Hammer leihen kann.

Wenn man noch Platz im Gepäck hat, kann man für einen größeren Schlafkomfort ein Kissen einpacken. Um Platz zu sparen, gibt es auch Kissen zum Aufblasen. Ansonsten lassen sich ein oder zwei Pullover auch hervorragend als Kissen umfunktionieren ;-)

Bei der Kleidung, die man in einen Campingurlaub mitnehmen sollte, gilt eigentlich das gleiche wie bei der Auswahl des Equipments. Sie sollte wetterfest und dem jeweiligen Ziel angemessen sein. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass man während eines Campingurlaubs sehr viel Zeit draußen verbringt und fast nie ein festes Dach über dem Kopf hat. Deswegen auf jeden Fall wasserdichte Schuhe und etwas wärmere Kleidung mitnehmen!

Für die Waschhäuser und besonders die Duschen auf Campingplätzen sollten Badeschlappen/FlipFlops in deinem Koffer oder Rucksack nicht fehlen. Um bei den Handtüchern Platz und Gewicht zu sparen, lohnt es sich auf jeden Fall in spezielle Campinghandtücher zu investieren. Diese trocknen zudem auch noch deutlich schneller als normale Handtücher.

Bevor man zu seinem Trip aufbricht, lohnt es sich, sich darüber zu informieren, wie die Campingplätze, die man eventuell ansteuert, ausgestattet sind. So kann man gegebenenfalls darauf verzichten aufwendige Gaskocher mitzunehmen. In Schweden zum Beispiel verfügen sehr viele Campingplätze über Küchen. In Holland hingegen sind diese überhaupt nicht verbreitet und man sollte, wenn man nicht den ganzen Urlaub über kalt essen möchte, oder man sowieso plant auch mal wild zu zelten einen Kocher und - nicht zu vergessen - ein Feuerzeug mitnehmen. Geeignete Töpfe sollte man aber in jedem Fall dabei haben, weil die Küchen auf Campingplätzen nicht zwangsläufig auch Kochgeschirr bereitstellen. Und noch ein Geheimtipp: Um beim Geschirrabwasch Aufwand zu sparen, kann man eine Wanne mitnehmen, denn in vielen Campingplatzküchen gibt es in den Spülbecken keine Stöpsel. Es gibt übrigens auch extra faltbare Wanne für den Campingurlaub. Nebenbei spart man durch solche Wannen nicht nur Zeit, sondern auch noch Wasser :)

Beim sonstigen Equipment kann man leicht Platz und Gewicht sparen, wenn man zum Beispiel spezielles Campinggeschirr mitnimmt. Hierzu gehören unter anderem Faltbecher und -töpfe, Sporks (Messer, Löffel und Gabel in einem) und Dosen, die man ebenfalls als Teller und Brettchen verwenden kann. Aber man sollte nicht vergessen trotzdem noch ein vernünftiges Messer mitzunehmen (am besten ein Taschenmesser, falls man mal etwas reparieren muss). Mit einer Spork, lässt sich alles außer Käse dann doch nicht wirklich schneiden ;) Um Platz zu sparen, kann man übrigens statt Campingstühlen (wobei es auch die in sehr kompakten Ausführungen gibt) auch gut eine Picknickdecke mitnehmen.

Ansonsten sollten Klebeband (falls mal etwas kaputt geht) und Mülltüten im Gepäck nicht fehlen. Eine Wäscheleine ist auch sehr hilfreich. Zumindest sollte man aber ein paar Wäscheklammern dabei haben, um die Wäsche an den Abspannleinen des Zeltes zu befestigen. Für den Notfall schadet es auch nicht eine Rolle Toilettenpapier oder Taschentücher dabei zu haben. Und um sein Handy aufladen zu können, ohne dass man Angst haben muss, dass es aus den Aufenthaltsräumen der Campingplätze geklaut wird, bietet sich eine Powerbank oder ein USB-Adapter fürs Auto an. Und zu guter Letzt sollte man eine Taschenlampe nicht vergessen. Ein Stirnlampe eignet sich sehr gut, um abends im Zelt noch zu lesen. Ansonsten sind auch Lampen, die man hinstellen oder mit einem Band an Schlaufen an der Zeltdecke befestigen kann, sehr praktisch.

Am besten macht man sich vor seinem Trip eine Liste, damit man nichts vergisst und abschätzen kann, auf was man eventuell verzichten kann. Dann steht dem Campingurlaub nichts mehr im Wege. Ein solcher Urlaub eignet sich übrigens sehr gut für kostengünstige Trips während beziehungsweise nach einem Au Pair, Freiwilligen- oder Work and Travel-Aufenthalt im Ausland :)

 

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