Du bist als Au Pair oder Work'n'Traveller in Neuseeland unterwegs und hast mit Freunden oder alleine beschlossen mehr von der Insel zu sehen, weißt aber noch nicht, wie du an deine Traumziele gelangen kannst? Hier findest du unterschiedliche Möglichkeiten das Land zu erkunden.

Per Mietwagen
Mit dem Mietwagen hast du die Möglichkeit sehr individuell deine Reise zu gestalten. Du hast kein beschränktes Gepäck (solange es ins Auto passt), kannst deine Route so planen wie du möchtest und hast die Freiheit, überall zu halten wo es dir gefällt um die einzigartigen Landschaften ganz in Ruhe aufzunehmen.  Um in Neuseeland eine Auto mieten zu können, brauchst du in der Regel nur deinen Führerschein, den internationalen Führerschein und evtl. deinen Reisepass. Jedoch solltest du einige Dinge beachten:
•    Denke daran, auch Geld für die Spritkosten und einzuplanen. Wenn du alleine unterwegs bist wäre es vielleicht günstiger auf andere Reisemöglichkeiten umzusteigen. Solltest du jedoch in einer Gruppe reisen, verteilen sich die Kosten und für jeden bleibt nur noch eine kleine Summe.
•    Achte beim Mieten des Wagens darauf, ob eine Versicherung schon im Preis enthalten ist und was überhaupt  versichert ist. Auch wenn die Versicherungskosten oft höher sind als die reine Miete, solltest du auf jeden Fall eine dazu buchen, da immer etwas passieren kann und du dann womöglich vor einer ziemlich großen Summe stehst, die du nicht bezahlen kannst.
•    In Neuseeland ist es relativ einfach ein Auto mieten zu können, auch wenn du noch nicht viel Fahrerfahrung hast oder noch unter 21 Jahren bist. Informiere dich aber bei den unterschiedlichen Agenturen darüber, ob sie überhaupt an junge Menschen verleihen oder ob evtl. höhere Kosten für den Versicherungsschutz auftreten.
•    Vergiss nicht, dir zu überlegen wie du zu dem Verleih hin und zurück kommst, nicht dass du spät abends an einem Sonntag noch nach einem Bus suchst, der dich nach Hause oder zu deinem Hostel bringen soll. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit das Auto an einem anderen Ort abzugeben, informiere dich darüber am besten im Internet bei dem jeweiligen Verleih.
•    Beim Abholen des Wagens solltest du auf jeden Fall darauf achten, welche Schäden das Auto schon hat, damit du später dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden kannst. Dokumentiere diese am besten mit deinem Handy oder deiner Kamera und achte darauf, was in den Unterlagen vermerkt wird.
•    Frage nach, bei wem oder unter welcher Nummer du dich melden sollst, wenn etwas mit dem Auto nicht stimmen sollte.
•    Habe immer eine Karte dabei, damit du dich orientieren kannst, falls du dich verfährst oder dein Navi nicht mehr funktioniert.
Achte auf die neuseeländischen Verkehrsregeln und die Besonderheiten und fahre immer vorsichtig! Zu diesem Thema gibt es schon einen Blogeintrag und alle Infos über die landestypischen Verkehrsregeln gibt es auf der Seite der New Zealand Transport Agency.

Per Bus
Mit dem Bus hast du zwei unterschiedliche Möglichkeiten zu reisen:
1.    Einmal als geführte Reise mit bestimmten Routen, die besonders geeignet ist, wenn du über einen Zeitraum von 4-6 Wochen reisen möchtest. Du kannst bei dem Busunternehmen einen Startpunkt festlegen und entweder den Trip so mitmachen wie er geplant ist oder an Orten, die dir besonders gefallen einfach länger bleiben und kannst deine Route später wieder aufnehmen. Teilweise gibt es Bus-Unternehmen, die dir bei einem over-night-stay die erste Übernachtung in einer Unterkunft sicherstellen.
2.    Für kürzere Trips und etwas mehr Individualität gibt es Bus-Reisen, die dich einfach nur von A nach B bringen. Diese sind gerade auf kurzen Strecken sehr günstig und fahren viele, auch kleinere Städte in Neuseeland an. Bei diesen Unternehmen gibt es auch oft die Möglichkeit bestimmte Pässe, bei denen du „Stunden kaufen“ kannst und die Busse solange nutzen kannst, bis dein „Guthaben“ aufgebraucht ist.
-per Hitchhiking: Bei Work and Travellern sehr beliebt, das Trampen. Eine ziemlich unsichere aber sehr günstige Möglichkeit das Land zu erkunden und vielleicht den ein oder anderen netten Kiwi kennen zu lernen. Auch wenn Neuseeland an sich ein sehr sicheres Land mit vielen netten Menschen ist, ist grundsätzlich vom Hitchhiken abzuraten, da es leider überall auf der Welt Leute gibt, die es nicht gut mit einem meinen. Außerdem besteht die Gefahr auf einer nicht vielbefahrenen Straße mitten im Nichts zu stranden und nicht mehr weg zu kommen. Wenn du überhaupt keine andere Möglichkeit hast, achte auf ein paar Dinge, die das Trampen sicherer machen:
•    Reise als Frau nicht alleine
•    Wenn jemand anhält, bei dem du ein komisches Gefühl hast, steige nicht ein!
•    Passe immer auf deine Sachen auf!
•    Schaue in welchem Zustand sich das Auto sich befindet und steige bei schlechtem Zustand nicht ein
•    Bedenke, dass das Trampen manchmal sehr viel Zeit kosten kann, da du evtl. etwas länger auf eine Mitfahrgelegenheit warten musst
Eine etwas sicherere Alternative ist es, in Hostels an schwarzen Brettern Ausschau nach Mitfahrgelegenheiten zu halten. Dort werden manchmal Beifahrer gesucht, um Kosten zu teilen.

Per Flugzeug
Teilweise gibt es sehr günstige Flüge in Neuseeland. Diese lohnen sich bei längeren Strecken oder wenn du nur mal kurz weiter weg willst. Gerade beim Reisen zwischen Nord- und Südinsel sollte man über einen Flug nachdenken, da die Fährüberfahrt zwischen Wellington und Picton oft sehr aufregend (Übelkeit ist quasi inklusive) und auch sehr teuer ist.
Gute und günstige Verbindungen gibt es zwischen den größeren Städten, vor allem Auckland-Christchurch und Auckland-Queenstown. Achte beim Buchen darauf, wieviel Gepäck du mitnehmen darfst. Gerade bei diesen Kurzstreckenflügen musst du meist Gepäck zum Aufgeben extra buchen und bezahlen. Halte Ausschau nach Sale-Angeboten von Air New Zealand und Jetstar, so kannst du oft viel Geld sparen.
(PS: falls du mit Air-New Zealand fliegen solltest, achte auf jeden Fall auf die Safety-Videos, diese sind sehr unterhaltsam! 

Per Zug
Es ist nicht gerade die üblichste und günstigste Art Neuseeland zu entdecken, aber auf jeden Fall sehr lohnenswert, denn die (wenigen) Bahnverbindungen führen durch die schönsten Ecken Neuseelands. Hier kannst du vier verschiedene Routen wählen, die du entweder an einem Stück durchfährst oder du hast auch hier die Möglichkeit an den Haltestellen auszusteigen und später weiter zu fahren. Schaue dir aber unbedingt vorher die Fahrpläne an, da die Züge nicht so regelmäßig unterwegs sind, wie z.B. die Busse.
Auf der Nordinsel kommst du mit dem Scenic Rail Journey in 12 Stunden von Wellington nach Auckland, vorbei an atemberaubenden Landschaften wie dem Tongariro Nationalpark. Außerdem kannst du auch von Palmerston North den Zug nehmen, um nach Wellington zu gelangen.
Auf der Südinsel gibt es die Tranz Alpine Route durch die südlichen Alpen von Christchurch nah Greymouth und die Coastal Pacific Route zwischen Picton und Christchurch entlang der der Ostküste.

Schaue dir einfach bei deiner Road-Trip Planung die verschiedenen Möglichkeiten an und suche für dich und dein Budget die beste Lösung.
Noch ein kleiner Tipp: egal für welche Art zu reisen du dich entscheidest, buche in der Hochsaison zwischen Januar und April frühzeitig, da sowohl Busse als auch Mietwagen, etc. dann schnell ausverkauft sein können.

 

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