Es zieht dich schon immer irgendwie nach Lateinamerika? Aber so richtig traust du dich nicht, da du kaum oder auch gar kein Spanisch sprichst? Wie sollst du dich denn vor Ort verständigen?
Ob du’s glaubst oder nicht, das geht den Meisten so. Die wenigsten Reisenden in Zentral- oder auch Südamerika können vor ihrer Reise mit ausgeprägten Spanischkenntnissen prahlen. Immer wieder trifft man andere Reisende, die auch gerne allein unterwegs sind und wirklich kein Wort Spanisch sprechen – und ja, auch die schaffen es sich durchzuschlagen. Allerdings willst du die einzelnen Länder ja auch WIRKLICH  kennenlernen und nicht deine gesamte Reise in einer Touristen Blase verbringen – nicht das klassische „Gringo“ Klischee erfüllen.

Schon Spanisch-Basics helfen dir immens, denn die wenigsten Einheimischen sprechen ausreichendes Englisch, um dir mehr als die Richtung zum Strand zu sagen – und selbst das auch gerne mit Händen und Füßen als Hilfsmittel.

Ein Sprachkurs
Die einfachste Möglichkeit Spanisch zu lernen, ist auf jeden Fall ein Sprachkurs, zum Beispiel in Costa Rica – klar, darüber hast du sicher auch schon nachgedacht. Es muss ja kein 3-monatiger Intensivkurs sein. Sobald die Basics einmal drinne sind, geht es sowieso nur mit üben, üben, üben weiter. Insbesondere wenn du vielleicht in der Schule schon einmal Spanischunterricht hattest, reicht es oftmals die Grammatik aufzufrischen und das nötige Vokabular für den dortigen Alltag aufzubessern. Selbst wenn du blutiger Anfänger bist, kannst du mit etwas Fleiß bereits in kurzer Zeit große Erfolge erzielen und mit etwas Übung bald allein mit dem Taxifahrer um den Preis verhandeln oder nach dem nächsten Supermarkt fragen.

Freiwilligenarbeit
Um verschiedene Facetten deines Ziellandes kennenzulernen, bietet sich natürlich auch die Arbeit als Freiwillige/r super an! So erweiterst du womöglich dein Fachvokabular bei der Arbeit mit Tieren oder intensivierst deine Kompetenzen weiter, durch die Arbeit mit Kindern (die zunächst doch manchmal schwieriger zu verstehen sein können). Das sollte dich allerdings nicht einschüchtern! Die Latinos haben allgemein eine super herzliche Art an sich und freuen sich meist riesig darüber, wenn du ihre Sprache zu lernen versuchst und unterstützen dich wo sie können. Freiwilligenarbeit kannst du beispielsweise in Costa Rica, Chile, Panama, Ecuador oder Peru machen, abhängig davon welches Land du kennenlernen und bereisen möchtest.

Leben mit „Locals
Am besten übst du die Sprache natürlich bei Kontakt mit Muttersprachlern, weshalb ein Aufenthalt bei einer einheimischen Gastfamilie empfehlenswert ist! Lebt man mit anderen Schülern zusammen, verfällt man doch oft ins Englische, manchmal nur bei einigen Wörtern, immer öfter aber auch komplett – ist eben einfacher. In einer Gastfamilie ist das ganz anders: anders als auf Spanisch kannst du dich nämlich häufig nicht verständigen und so beängstigend das jetzt vielleicht klingen mag, sind es gerade knifflige Situationen, in denen dir Wörter fehlen oder du nach der richtigen Ausdrucksweise suchst, die dir helfen die Sprache wirklich zu verinnerlichen.
Außerdem gibt es doch wohl keine bessere Art ein Land und seine Kultur kennenzulernen als aus erster Hand und durchs Eintauchen ins alltägliche Leben.

Freizeitmöglichkeiten
Wenn du einfach mal eine Auszeit vom ganzen Trubel der Reise oder der fremden Kultur brauchst, lies doch ein Buch auf Spanisch oder schaue einen Film/eine Serie in der Landessprache.
Wenn du eher der aktive Typ bist, fang vielleicht ein neues Hobby an. Probiere es mal mit Yoga oder werde Teil eines Volleyball-Teams. So verknüpfst du Spaß mit Spanisch Lernen und lernst direkt ein paar gleichgesinnte Einheimische kennen, die es sicher kaum abwarten können einen Europäer/eine Europäerin mit Fragen zu überhäufen.

An jeder Ecke wartet eine neue Übungsmöglichkeit
Denn obwohl es zwar immer mehr Reisende nach Lateinamerika zieht, so sind die Einheimischen, gerade in kleineren Orten, sehr interessiert daran Kontakt zu Europäern aufzunehmen. Sei mutig und lass dich einfach mal auf ein Gespräch im Bus oder auch im Park ein. So übst du natürlich weiter und hörst womöglich spannende Lebensgeschichten, die dir ohne Spanischkenntnisse verborgen geblieben wären oder erfährst einzigartige Reisetipps, die du nicht im Reiseführer findest.

Und selbst wenn das mit dem Spanisch zwischendurch einfach nicht klappen will – solche Tage kennen wir doch alle – dann mach dir keine Sorgen! Die Menschen in Südamerika sind so offen und herzensgut, die werden auch versuchen dir mit ihrem noch so gebrochenen Englisch irgendwie weiterzuhelfen.

 

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