Der treue Begleiter vieler Reisen ist der Kulturschock. Der tritt auf, wenn unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen. Für manche kommt das überraschend, andere Reisende haben sich darauf vorbereitet, dass so ein Kulturschock auftreten kann. Aber woran erkennst du einen Kulturschock? Und wie fühlt sich das an?

Das weißt man erst, wenn er dann mal da ist. In jedem Fall solltest du einen Kulturschock nicht unterschätzten, denn dabei handelt es sich um ein wissenschaftlich erforschtes und anerkanntes Phänomen der interkulturellen Kommunikation.
Generell solltest du dir darüber bewusst sein, dass ein Kulturschock bei längeren Aufenthalten und in fremden Kulturen völlig normal ist. Schließlich ist alles um dich herum fremd. Und deine Kultur ist fremd für die Locals. Wichtig ist daher, dass du dich schon vor der Reise mit dem Phänomen Kulturschock auseinandersetzt, um das Gefühl der „Fremdheit“ besser einordnen und damit umgehen zu können. Denn ein Kulturschock kann unter Umständen mehrere Wochen andauern und deinen Auslandsaufenthalt beeinflussen.
Hier stellen wir dir Symptome vor, die typisch für den Kulturschock sind.

Heimweh= Kulturschock?

Häufig wird Heimweh mit einem Kulturschock gleichgesetzt, weil bei vielen der Wunsch auftritt, in die gewohnte Umgebung, also nach Hause, zurück zu reisen. Du merkst plötzlich, dass doch nicht alles so ist, wie du es erwartet hast und fühlst dich unwohl. In diesem Moment nimmst du viele Dinge im Gastland als unangenehm, nervig oder sogar störend wahr. Häufig entsteht sogar das Gefühl von Frustration oder Wut. Oder du hast von allem genug und denkst, dass du das Gastland verlassen und den Aufenthalt abbrechen willst.

Lustlosigkeit

Es kann auch sein, dass du plötzlich keine Lust mehr hast, etwas zu unternehmen, die Kultur oder die Leute kennenzulernen. Diese Lustlosigkeit tritt oft mit einer Antriebslosigkeit oder sogar Müdigkeit auf. Du fühlst dich ausgelaugt und müde, auch wenn du nicht mehr als sonst unternommen hast.
Einsamkeit und Isolation
Dazu kommt, dass viele Reisende während der Phase des Kulturschocks bevorzugt Zeit alleine verbringen möchten und sich abkapseln. Dies kann zu einem Gefühl der Einsamkeit führen. Häufig entsteht hier auch gleichzeitig die Angst, Freunde in der Heimat zu verlieren, weil du sie nicht sehen kannst. Oder du befürchtest, etwas Wichtiges zuhause zu verpassen.

Überforderung und mangelndes Selbstvertrauen

Es kann sein, dass dein Selbstvertrauen abnimmt, weil alle alles anders machen, als du es gewohnt bist und es dich verunsichert, dass du nicht in jeder Situation weißt, wie du dich verhalten sollst. Vielleicht fühlst du dich auch von den anderen unverstanden, was ziemlich belastend sein kann. Oder du fühlst dich überfordert und hilflos und weißt nicht, wie du die Situationen alleine meistern sollst. Das kann häufig der Fall sein, wenn du deine Sprachkenntnisse als zu schlecht einschätzt und dich kaum noch traust etwas zu sagen. Dazu kommt dann eventuell auch Stress, weil du dich als Freiwilliger, Praktikant, Work and Traveller oder Au Pair an sehr viele neue Abläufe, Werte, Bräuche, etc. gewöhnen musst. Und das ist anstrengend, vor allem für den Kopf.
Wie du siehst, gibt es viele Symptome, die auftreten können, häufig sogar mehrere auf einmal. Sie können deine Stimmung und dein Wohlbefinden beeinflussen. Aber wenn diese Symptome auftreten, versuche dir in Erinnerung zu rufen, dass es völlig normal ist. Jetzt heißt es nur noch den Kulturschock als „Kulturschock“ erkennen und etwas dagegen tun, um deine restliche Zeit im Ausland zu genießen.

Hattest du schon einmal einen Kulturschock? Welche Symptome sind dir aufgefallen?

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