Jedes Land hat ja so seine Eigenarten in Bezug auf Sitten, Gebräuche… und natürlich auch Gesetze. Einige dieser Vorschriften sind für uns kaum nachvollziehbar, oder kommen uns sogar absurd und absolut komisch vor. Mit anderen ist dagegen weniger zu spaßen. Damit bei eurem Auslands-Abenteuer auch ja nichts schief geht, stellen wir euch hier einige dieser „No-go’s“  vor.

Das Staatsoberhaupt beleidigen

Generell sollte man, wenn man im Ausland mit Einheimischen ins Gespräch kommt, bei den Themen Politik und Religion etwas vorsichtig sein, weil diese Themen in vielen Ländern emotionaler behaftet sind, als wir das hierzulande vielleicht kennen. Aber gerade, wenn es um das Staatsoberhaupt, also den Präsidenten oder König des Landes geht, hört in vielen Ländern der Spaß auf.

Ein Gesetz aus längst vergangenen Zeiten, welches in Frankreich jedoch offiziell immernoch in Kraft ist, verbietet zum Beispiel, das eigene Schwein Napoleon zu nennen.  In England gilt es als Hochverrat, eine Briefmarke mit dem Abbild der Königin falschherum auf einen Brief oder eine Karte zu kleben  - also gut aufpassen beim Schreiben der Urlaubspost! Während man bei diesen kuriosen Gesetzen jedoch nicht mit einer Strafe rechnen muss, sieht das in Thailand schon ganz anders aus:

Wer hier das Staatsoberhaupt beleidigt, muss mit langen Haftstrafen rechnen. Bitte passt auch  gut darauf auf, wo ihr eure Füße hinsetzt: Solltet ihr nämlich (wenn auch absolut versehentlich) auf einen Geldschein treten, schmäht ihr damit den König, da dessen Bild auf vielen den Scheinen zu sehen ist. Naja, bekanntlich liegt das Geld ja generell nicht auf der Straße herum, also reicht ein bisschen Vorsicht hier schon aus. Übrigens, auch wenn es absurd klingt: Euch sollte auch nichts gegen den drolligen besten Freund des Königs über die Lippen rutschen! Gerade erst ist ein Mann verurteilt worden, der sich online über den Hund des Monarchen lustig gemacht hat…

In der Öffentlichkeit zu viel Haut zeigen

Dass man in viele Kirchen auch als Tourist nicht mit kurzen Hosen oder Rock reinkommt – das kennen wir auch aus Deutschland oder vom letzten Italien Urlaub. In Barcelona muss man seit einigen Jahren sogar Strafen von bis zu 300€ zahlen, wenn man in Badebekleidung durch die Stadt läuft.

In vielen Ländern ist der Umgang mit nackter Haut jedoch noch deutlich strenger. In Kenia oder Malaysia beispielsweise sollte man auf keinen Fall nackt baden gehen – das ist nämlich verboten und kann schon mal zu 3 Jahren Knast führen!

Als Freiwilliger oder Praktikant im außereuropäischen Ausland wollt ihr natürlich nicht in kulturelle Fettnäpfchen treten. Deswegen ist hier in Bezug auf Kleidung mehr tatsächlich mehr ;) Auch wenn es vor Ort warm ist, kann man sich mit lockeren Leinenhosen oder knielangen Hosen und Röcken gut kühl halten und erstmal schauen, was vor Ort so üblich ist.

Ständig überall und von allem ungefragt Fotos und Videos machen

Natürlich will man von seiner Zeit im Ausland auch tolle Erinnerungen mit nach Hause nehmen, die man Freunden und Familie zeigen kann. Das ist natürlich auch erlaubt. Jedoch solltet ihr ein bisschen aufpassen, wen oder was ihr fotografiert. Generell solltet ihr aus Respekt die Menschen, die ihr fotografiert um Erlaubnis bitten. Arbeitet ihr zum Beispiel als Freiwillige mit Kindern zusammen, ist es häufig verboten die Kinder zu fotografieren und ihr könnt euch und die Kids mit der Veröffentlichung im sozialen Netzwerk richtig in Schwierigkeiten bringen!

In richtige Schwierigkeiten könnt ihr außerdem kommen, wenn ihr Militäreinrichtungen oder zum Teil auch Botschaften fotografiert. In Äthiopien ist es auch nicht gern gesehen, Bilder von anderen öffentlichen Bauten, wie Bahnhöfen, oder auch Menschen in Uniform zu machen.

Auch wenn das eher auf unsere holländischen Nachbarn zutrifft und der Trend zum Glück auch wieder abgeebbt ist – bitte, bitte verzichtet aufs Swaffeln jedweder Gegenstände und Gebäude. Was das ist? Na das müsst ihr schon selber recherchieren… ;)

Kennt ihr auch noch interessante / komische Regeln und Gesetze?

Kommentar schreiben