Falls du während deiner Au-Pair Zeit noch nicht genug vom Land und der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten bekommen hast oder einfach noch mehr erleben willst, bietet dir der „Travel Month“ die optimale Gelegenheit deinem Auslandsabenteuer noch einmal die Krone aufzusetzen.

Denn mit erfolgreicher Beendigung der 12 Monate als Au-Pair in einer amerikanischen Gastfamilie, ermöglicht  dir dein J-1 Visum dich noch für einen zusätzlichen Monat in den Vereinigten Staaten von Amerika aufzuhalten! Und falls dich die Sehnsucht nach Deutschland noch nicht gepackt hat, ist das der ideale Zeitpunkt,  um das Land noch besser kennenzulernen und definitiv eines der Höhepunkte deines Au-Pairs Aufenthaltes! Ob ein komplett selbständig auf die Beine gestellter Trip oder eine festgeplante Tour, deinen Reisetrip kannst du ganz individuell für dich selbst bestimmen und gestalten.
Im Folgenden stelle ich euch nicht nur wichtige Tipps bei der Planung eines solchen Reisemonats vor, sondern berichte auch selbst aus erster Hand von meinen eigenen Erfahrungen, die ich während meines Travel Months erlebt habe!   


Die Planung
Ganz wichtig vor Beginn deines Reise-Abenteuers ist es, dir Gedanken darüber zu machen, welche Orte und Städte du bereisen möchtest. Willst du alleine reisen oder mit Freunden bzw. in der Gruppe? Beides hat seine Vor-und Nachteile. In der Gruppe fällt die Planung eventuell leichter und man ist nicht komplett auf sich alleine gestellt. Andererseits sollte man dann natürlich bereit sein Kompromisse einzugehen und sich auch bewusst machen, dass nicht jedes gewünschte Reiseziel in der Gruppe angesteuert werden kann. Natürlich darf man auch den finanziellen Aspekt nicht vergessen und sollte das notwendige Geld für Flüge, Unterkunft, Verpflegung, ggf. Mietauto oder auch verschiedene Attraktionen bzw. Sehenswürdigkeiten mit einkalkulieren. Schließlich hängt davon auch ein großer Teil der Gestaltung deines Reisemonats ab.
Da ich meinen Au-Pair-Aufenthalt an der Ostküste verbracht hatte und relativ viele Großstädte und Orte, wie beispielsweise New York, Philadelphia oder Washington D.C. gesehen hatte, verschlug es mich natürlich für meinen Reisemonat an die Westküste! Ein Traum von mir war es schon immer einmal den Grand-Canyon zu sehen, aber auch Los Angeles, San Francisco und Las Vegas haben mich sehr gereizt. Mir war von Beginn an klar, dass ich nur eine Woche gemeinsam mit zwei anderen Au-Pairs aus meiner Gegend zusammen verbringen werde, da die beiden genau eine Woche vorher ihren Au-Pair Aufenthalt beendet haben und schon eher an die Westküste geflogen sind. Das hieß also für mich, dass ich selbst anreisen und zu unserer Unterkunft gelangen musste. Da ich nicht nur eine Woche an der Westküste verbringen wollte, entschied ich mich dazu nach meinem Trip mit meinen Au-Pair Freunden noch eine Tour hinzu zu buchen, die meine Wunschorte angeboten hat und gut geeignet für Alleinreisende war.


Meine Reiseroute
Meine Reiseroute sah nun folgendermaßen aus:
-    Hinflug nach Los Angeles
-    Aufenthalt in Los Angeles für 3 Tage (Erkundung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Walk of Fame, Hollywood Sign, Griffith Observatory, Ausflug zu den Universal Studies)
-    Road Trip nach San Francisco entlang dem Highway 1 mit Halt an verschiedenen Stränden
-    2 Tage Erkundung von San Francisco: Golden Gate Bridge, Pier 39, Cable Car, mein Geheimtipp ist  der Hippie Tree, wo sich eine Schaukel befindet und  sich super für traumhafte Fotos eignet, auf die jeder neidisch wird ;) Falls man das ehemalige Gefängnis auf Alcatraz besuchen möchte, sollte man schon frühzeitig im Voraus Tickets buchen, da man vor Ort aufgrund der großen Nachfrage eher schlecht an Tickets kommt.
-    Gebuchte Tour (Yosemite National Park, Las Vegas, Grand Canyon, Lake Havasu, Route 66, Los Angeles)
-    Rückflug zur Gastfamilie und dann nach Deutschland


Meine Tour durch den Westen Amerikas
Über meine gebuchte Tour, konnte ich mich vorher schon mit einigen Teilnehmern in Verbindung setzen und habe auch einen kompletten Tag mit einer Teilnehmerin verbracht, die wie ich schon vor Beginn der Tour nach San Francisco angereist war. Insgesamt waren die Tourteilnehmer eine bunte Mischung: Australier, Japaner, Engländer und Deutsche. Zusammen mit unserer Tourleiterin machten wir uns nun für eine Woche in einem doch sehr überschaubaren Mini Van auf die Reise und steuerten zuallererst den Yosemite National Park an. In diesem Park stehen mitunter die ältesten und größten Bäume der Welt. Dieser Park eignet sich sehr gut für Wanderungen und auch wir traten eine sechs stündige Wanderung an - die auf jeden Fall nicht ohne war - aber die Eindrücke und Bilder, die sich dort geboten haben, machten alle Anstrengungen und jegliche Blaßen an den Füßen wieder wett. Unser nächster Stopp war Las Vegas und definitiv ein Highlight unserer Tour. Neben der Erkundung des berühmten Strips mit den verschiedenen Hotels und Casinos, durften wir mit einer Limousine durch die Stadt fahren und machten ein paar einmalige Fotos. Mein absoluter Traum einmal den Grand Canyon zu sehen, wurde auch auf dieser Tour wahr. Auch wenn man schon zahlreiche wunderschöne Bilder vom Grand Canyon gesehen hat, ist es noch einmal etwas ganz anderes tatsächlich vor Ort zu sein und das Ganze mit den eigenen Augen betrachten zu können! Je nachdem wie viel man schon von seinem Reisebudget übrig hat, lohnt sich auch eine Helikopter Tour über den Grand Canyon. Ansonsten kann man sich auch so von dem Naturwunder begeistern lassen und durch das Gebiet wandern. Später ging es für uns weiter auf der berühmten Route 66 Richtung Lake Havasu. Nicht weit vom Colorado River entfernt verbrachten wir einen gemütlichen Grillabend und konnten uns eine erfrischende Abkühlung im See abholen – was auch nötig war bei den hohen Temperaturen, die dort herrschen. Und zu guter Letzt schlossen wir unsere Tour in Los Angeles ab – dort, wo für mich meine unvergessliche Reise begonnen hatte!


Fazit
Abschließend kann ich einfach nur sagen, dass sich diese Zeit mehr als gelohnt hat! Ich habe so viele verschiedene Orte gesehen und viele tolle Menschen kennengelernt. Also auch, wenn ihr euch nicht traut alleine zu reisen oder nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung habt, nutzt auf jeden Fall die Gelegenheit, packt eure Sachen und geht auf Erkundungstour – ihr werdet eine einmalige und unbeschreibliche Zeit haben!

 

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