Wenn ich eine Sache nach den knapp 6 Monaten Südafrika von mir behaupten kann, dann dass ich mich voll und ganz in das Land verliebt habe! Ob die unglaubliche Natur und Landschaft, die coolen Metropolen wie Jo'burg und Kapstadt, die faszinierende Tierwelt oder einfach die unglaublich warme, herzliche und lockere Kultur und Mentalität, ich liebe alles und vor allem die enorme Vielfalt dieses Landes.

#off to CapeTown

Ich kam Ende Oktober nach Kapstadt, um dort in einem Kinderheim für 6 Monate als Volunteer zu arbeiten. Leider war das Projekt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte sehr viel Freizeit, was einerseits zwar cool war, andererseits aber auch viel Langeweile und somit natürlich auch leicht Heimweh mit sich brachte.
Ich kam zum Helfen und Arbeiten hier her. Mir war klar, als Freiwilliger kann man nichts bewegen oder verändern, aber man kann helfen, man kann arbeiten und in meinem Fall den Kindern ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. Leider waren wir zu viele Freiwillige und man fühlte sich nicht gebraucht. Ich war kurz davor nach Hause zu fliegen. Aber ich sagte mir und das war die wichtigste und beste Entscheidung, die ich treffen konnte und sie war doch so simpel: "hey du bist hier und wolltest helfen, dann mach das auch!" Es kostete mich einige Kraft und Mühe aber letztendlich war es gar nicht so schwer mein Projekt dann zu wechseln.

#newChapter

In meinem neuen Projekt einer Kindercréch, also Kindertagesstätte, bin ich sehr glücklich. Ich arbeite den ganzen Tag und fühle mich sehr gebraucht. Ich liebe meine Kleinen hier und die Arbeit ist zwar manchmal anstrengend, macht aber sehr viel Spaß.

#CapeTown

Da ich in meinem alten Projekt viel und auch jetzt jedes Wochenende Freizeit habe, konnte ich Kapstadt mit all seinen wunderschönen Facetten kennen und lieben lernen. Ob zum Sonnenaufgang den Lionshead erklimmen und für einen kurzen Moment bei dem beeindruckenden Ausblick einfach nur die Welt vergessen, oder den Tafelberg zu beklettern, einfach nur an einem der vielen Strände zu entspannen oder einen der vielen coolen Stadtteile Kapstadts zu erkunden, es war alles wahnsinnig toll.

#AboutAfrika

Südafrika ist nicht Afrika, es ist Afrika light! Ich kam hier her mit der Vorstellung keine Duschen zu haben und ohne Strom etc. leben zu müssen. Klar habe ich nie in einem Projekt in einem der Townships gearbeitet und gelebt und kann natürlich nur von Kapstadt sprechen, aber hier gibt es heiße Duschen, Strom und größere ShoppingMalls (CenturyCity) als die, die ich aus Deutschland kenne. Es ist auch nicht so gefährlich hier, wie viele behaupten. Klar man muss aufpassen und kann auf der Longstreet durchaus beraubt werden, wenn man nicht aufpasst. Aber ich bin immer sicher mit Minibustaxis gefahren und wurde selbst auch nie ausgeraubt oder musste mich in einer Situation unsicher fühlen obwohl ich ständig unterwegs war.

#AllSouthAfrica

Zum krönenden Abschluss konnte ich noch eine Reise durch ganz Südafrika unternehmen. Die von Jo'burg über den Krüger, durch Swaziland, KwazuNatal, über Durban nach Port Elizabeth und von dort aus über die GardenRoute nach Kapstadt führte. Auch hier habe ich mich nie unsicher gefühlt und konnte die unglaubliche Vielfalt Südafrikas noch mehr bestaunen. Während das Kap leider sehr trocken und dürr ist, bietet der Norden eine ganz andere und grüne Vegetation und auch die enorme Sprachenvielfalt war auf der Reise zu spüren. Jeder dieser Orte hat mir unglaublich gut gefallen.

#@least

war es unbeschreiblich, ich hatte die beste Zeit meines Lebens. Auch wenn ich meine Familie und Freunde manchmal sehr vermisst habe, ich habe so viele tolle Menschen hier kennen gelernt. Wir haben gemeinsam Kapstadt erkundet und ich bin so dankbar für diese schöne Zeit. Das Kap ist wirklich zu meiner zweiten Heimat geworden! Und ich weiß, ich werde meine Kinder und die Arbeit, aber auch das schöne Wetter und die Menschen und die ganze Stadt sehr vermissen. Es war lange mein Traum als Freiwillige nach Südafrika zu kommen und auch wenn es manchmal schwer war, war es doch jede Mühe und alle Zeit wert. Was ich mir selbst und jedem nur raten kann ist, die Zeit im Ausland einfach zu genießen und auch mal ein bisschen zu chillen, wie die Südafrikaner sagen würden "you must ma´ enjoy yourself". Denn damit hilft man dann auch am besten.

Das könnte dich auch interessieren:

Südafrika und die Sicherheit - Ein Erfahrungsbericht

Freiwilligenarbeit - Probleme beim Einleben

Freiwilligenarbeit - Was ist das eigentlich?

 

 

Kommentar schreiben