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Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit in Kambodscha von Hedda

Ich war von Februar bis April 2017 für zwei Monate in Kambodscha, um mich dort als Freiwillige zu engagieren. Da ich zuvor bereits mit Multikultur als AuPair in Schottland war, entschied ich mich wieder für diese Agentur.

Mein Plan sah folgendermaßen aus: Zuerst die Kulturwoche, dann für 3 Wochen das Tempelprojekt und dann für 4 Wochen das Schulprojekt. Allerdings erfuhr ich sofort als ich ankam, dass ich bei dem Tempelprojekt die ganzen drei Wochen alleine sein würde und so entschied ich mich nach einiger Überlegung auf dieses Projekt zu verzichten und lieber 7 Wochen das Teaching-Projekt zu machen.

Nach einem langen Flug kam ich endlich in Siem Reap an. Wir wurden am Flughafen direkt von unserem Guide für die Kulturwoche abgeholt und per Tuktuk zu unserer Unterkunft in Siem Reap gefahren. Insgesamt waren wir zu viert, zwei Mädchen aus Holland, eine Norwegerin und ich.

Die Kulturwoche war ganz ok. Ich bin froh, dass ich sie gemacht habe, aber besonders der Teil in Siem Reap erschien mir sehr lang und wahrscheinlich hätte ich einige Sachen auch nicht gemacht, wenn ich es mir hätte aussuchen können. Der Teil in Samrong war allerdings wirklich super. Man hat die ganzen anderen Freiwilligen kennengelernt, die in der Schule arbeiten, war in einem Tempel, wo man sich mit einem Mönch unterhalten hat, hat das Dorf und die Umgebung erkundet, einen Koch- und Sprachkurs gemacht und vieles mehr.

Das Teaching-Projekt hat auch sehr viel Spaß gemacht. Die Schule ist so aufgebaut, dass immer Kinder mit den gleichen Englischkenntnissen in einer Klasse sind. Das heißt, es geht nicht nach dem Alter und so waren in meiner Klasse 33 Kinder zwischen 9 und 15 Jahren. Aber es waren nie alle auf einmal da. Die 33 Kinder waren eingeteilt in Morning- und Afternoon-Class. Ich habe zusammen mit einer anderen Freiwilligen aus Norwegen Old Level 1 unterrichtet. Also konnten die Kinder kaum Englisch, aber man konnte sich immer irgendwie verständigen.

Ein typischer Tag sah so aus: Morgens sind wir immer so gegen 7 aufgestanden und haben gefrühstückt. Es gab jeden Tag ein anderes Frühstück, zum Beispiel Müsli mit Joghurt oder Omlett mit Sojasprossen. Und es gab immer Toast und Bananen. Dann sind wir um halb 8 entweder mit dem Fahrrad oder mit einem kleinen Bus zur Schule gefahren. Um 8 Uhr begann die erste von drei Stunden. Um 11 Uhr fuhren wir wieder zurück zum Freiwilligenhaus und versuchten irgendwie der Hitze zu entkommen. Um 13 Uhr gab es Mittagessen, meist Reis mit Gemüse und Ei. Und um halb zwei ging es wieder zurück zur Schule, um die Afternoon-Class zu unterrichten. Nachmittags ging der Unterricht bis 17 Uhr. Danach hatten wir frei und fuhren oft noch ins Dorf, um auf den Markt zu gehen. Das Abendessen war meist wie das Mittagessen, also Reis und Gemüse und Ei.

Abends haben wir immer den Unterricht für den nächsten Tag vorbereitet. Wir hatten zwei Schulbücher an denen wir uns orientieren sollten. Jeden Freitag schrieben die Kinder einen Test und anschließend gab es eine große Wasserschlacht.

Eine Besonderheit bei meinem Aufenthalt war, dass Mitte April das Neujahrsfest in Kambodscha ist. Die Kinder hatten also ein Woche Ferien. In dieser Zeit fand das Teaching-Projekt nicht statt, also reiste ich durch das Land. Die Feierlichkeiten beschränkten sich aber nicht nur auf diese eine Woche, es ging schon vorher los, und auch nachher wurde noch weitergefeiert. Während des Neujahrfests ist es eine Tradition, sich gegenseitig mit Babypuder zu bewerfen und auch Wasserschlachten und andere Spiele sind an der Tagesordnung.

Obwohl ich also durch das Neujahrsfest eine Woche des Teaching-Projekts „verloren“ habe, habe ich trotzdem einen faszinierenden Einblick in die kambodschanische Kultur gewonnen. Was du allerdings beachten musst, falls du während dieser Zeit als Freiwilliger nach Kambodscha kommen willst, ist, dass in diesem Zeitraum nur sehr wenige Freiwillige da sind. Wir waren normalerweise so 20 Freiwillige, während des Neujahrsfests waren wir nur noch 5. Die Schule hat 10 Klassen, dadurch musste jeder 2 Klassen auf einmal unterrichten und ich hatte in meiner letzten Woche teilweise 40 Kinder auf einmal in meinem Klassenzimmer.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich als Freiwilliger zu engagieren, man lernt das Land wirklich viel intensiver und von einer ganz anderen Seite kennen.

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