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Johannes Praktikum in Mexiko

Mexiko - Mehr als Tacos und Tequila

Mein Mexico-Aufenthalt begann im Juli 2014. Nach einem anstrengenden Flug wurde ich von einem Mitarbeiter von „Aupair Mexico“, der Partnerorganisation vor Ort in Mexico City abgeholt und zu meiner Wohnung in Cuernavaca gefahren.

Am nächsten Tag wurde ich durch die Stadt geführt und man gab mir eine für mich als „Neuling“ doch recht knappe Einweisung zur Benutzung des mexikanischen ÖPNV, der ohne Fahrplan und markierte Haltestellen auf mich ziemlich chaotisch wirkte.

Deshalb würde ich jedem empfehlen, sich in den ersten Tagen mit den „Rutas“ und ihren Haltestellen zu beschäftigen um Verspätungen zu vermeiden, auch wenn Verspätungen in Mexiko weit weniger problematisch sind als in Deutschland.

Johannes Praktikum in Mexiko

An meinem Arbeitsplatz hatte ich trotz vier Jahren Sprachunterrichts an meiner Schule zunächst ein wenig Probleme mich mit meinen Kollegen zu verständigen, da das „Alltagsspanisch“ der Mexikaner sich zum Teil sehr vom deutschen „Schulspanisch“ unterscheidet. Doch nach ein paar Wochen hatte ich die wichtigsten Wörter und Phrasen gelernt, was mir persönlich ein wenig mehr Sicherheit gab um z.B alleine ein Taxi zu bestellen oder nach dem Weg zu fragen.

Mein Praktikum habe ich bei einem medizinischem Labor absolviert und bemerkte rasch, dass dort Kollegialität und „Spaß“ bei der Arbeit bisweilen wichtiger sind als Professionalität und Effizienz.

Johannes Praktikum in Mexiko

Ein großes Thema in Mexiko ist die Sicherheit: Auf mich wirkten die hohen Mauern mit Stacheldraht,vergitterte Fenster, „Privadas“ (gated communities) und das martialische Auftreten der Polizei mit Sturmhauben und vollautomatischen Waffen zunächst sehr befremdlich, insbesondere weil ich während meines gesamten Aufenthaltes nie Erfahrung mit Kriminalität gemacht habe und mich auch zu keinem Zeitpunkt unsicher oder bedroht gefühlt habe.Viele der Gewaltdelikte von denen man hierzulande hört, sind auf Konflikte der Kartelle untereinander zurückzuführen, mit denen man als Tourist (hoffentlich) nichts zu tun hat.

Anstatt sich also von Horrorgeschichten verrückt machen zu lassen, sollte man seinen gesunden Menschenverstand benutzen und auf die Ratschläge der Mexikaner hören, welche oftmals besser als jeder Reiseführer wissen, welche Gegenden sicher sind und welche man als Ausländer besser meiden sollte.

Johannes Praktikum in Mexiko

Besonders faszinierend war für mich die Offenheit und Gastfreundschaft der Mexikaner: Aus zufälligen und flüchtigen Bekanntschaften werden gute Freunde, die stets bemüht sind, dir „ihr“ Mexiko von der besten Seite zu zeigen. Langeweile wird so zum Fremdwort.

Allerdings ist Vorsicht geboten bei spontan ausgesprochenen Einladungen; diese sind in der Regel unverbindlicher Natur und sollten erst nach wiederholter Nachfrage als „fest“ verplant werden.

Johannes Praktikum in Mexiko

Auch das mexikanische Essen hat mir sehr gefallen: Auch wenn das Klischee von Tacos und Chillis nicht ganz unbegründet ist, gibt es doch eine reichhaltige Auswahl verschiedenster Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse.

Auch (oder gerade weil ;)) „Montezumas Rache“, auch bekannt als Reisedurchfall, wohl kaum zu vermeiden ist, sollte man keine Angst haben, die mexikanische Straßenküche zu genießen. Auch wenn viele der unzählbaren Taco-Stände sicherlich nicht deutsche Hygienestandards erfüllen, bedeutet das meiner Erfahrung nach nicht zwangsläufig ein gastro-intestinales Armageddon am nächsten Tag.

Für mich war das halbe Jahr Mexico die richtige Entscheidung, denn neben den vielen unvergesslichen Erfahrungen bringt ein Auslandsaufenthalt auch die persönliche Entwicklung voran: man wird selbstbewusster, unabhängiger und lernt mit eigenen und fremden kulturellen Eigenheiten umzugehen. In diesem Sinne: Viva México!

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