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praktikum belgien von judith

So, nach mehr als vier Stunden waren wir nun hier, in Durbuy, der kleinsten Stadt der Welt, angekommen. Etwas müde und hungrig wollte ich mich nur noch ausruhen. Doch der erste Kulturschock ließ leider nicht lange auf sich warten. Uns wurde ein Essen im Sanglier – dem Hotel, in dem ich fortan für 3 Monate arbeiten sollte, ausgegeben. Und Leute, wenn ihr müde seid, euer gesprochenes Französisch (der Teil in Belgien, in dem ich war, heißt „la Wallonie“ und ist frankophon) nicht perfekt ist, bestellt nichts, das einfach nur harmlos „salade césar“ heißt. Ich las die Beilagen nicht richtig und letztendlich erwies sich der „Salat“ als zwei kleine Salatherzen- das Hauptaugenmerk lag hier nämlich auf den „écrevisses“, das sind Krebse. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, doch für meinen befanden sich zu viele Krebse und zu wenig Salat auf meinem Teller :). In der Unterkunft angekommen wollte ich eigentlich nur noch wieder nach Hause, da ich feststellte, dass ich mir ein Badezimmer (zu dem Zeitpunkt ein sehr, sehr unsauberes) mit zwei anderen Frauen teilen musste.

praktikum belgien von judith

Ein Glück bin ich geblieben- dieser Gedanke kam mir in den folgenden Monaten sehr oft, denn nach diesen kleinen Start-Schwierigkeiten erwies sich dieses Praktikum als die beste Möglichkeit, die Wartezeit zwischen Abi und Anfang des Studiums zu überbrücken. Ich lernte viel mehr als „nur“ den normalen Hotelalltag kennen- auch viel mehr über mich selbst, als ich je gedacht hätte. Anfangs wurden die „normalen“ Arbeiten für Praktikanten natürlich für mich vorgesehen, heißt: Tische abräumen, den Gästen weitere Weingläser hinstellen und so weiter. Doch bald merkte mein Chef und meine Kollegen (mit wenigen Ausnahmen), dass ich mich sehr und außerhalb der Norm anstrengte und mir der Kontakt mit den Gästen außerordentlich gefiel. Und so übertrug man mir Schritt für Schritt neue Arbeitsfelder: Wein aus dem Weinkeller holen, den Gästen das servierte Essen vorstellen- und zuletzt auch den Wein präsentieren. Ein Bericht reicht natürlich nicht aus, um Erlebnisse aus vier Monaten unterzubringen, nur so viel: Mithilfe der Unterstützung von Multikultur e.V., meiner Familie, die mir den Mut gab, immer weiterzumachen, war es ein Leichtes, vier Monate in völlig fremder Umgebung zu überleben ;-). Überdies ist die Landschaft traumhaft schön, wunderbar geeignet zum Entspannen und vielleicht findet ihr ja auch jemanden Besonderen, der in schweren Momenten der Sehnsucht zu euch hält und euch bestärkt, so wie ich und der die schönen Momente noch viel schöner macht <3

Durbuy, la plus petite ville du monde, je t’aime <3

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