Freiwilligenarbeit Kenia

Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit in Kenia von NataliaIn mir war schon immer der Wunsch nach Afrika zu reisen und dort den Leuten zu helfen. Es hat entweder an Zeit (Voll berufstätig) oder an Geld gemangelt. Im September diesen Jahres hatte ich sowohl als auch. Somit saß ich mich vor den Rechner und machte mich schlau. Da fand ich die Seite von MultiKultur. Diese sprach mich gleich an und ich nahm Kontakt auf. Ich wurde ab den ersten Gespräch super beraten und auch etweiligen Sachen wie Flüge, Versicherung, Visa, etc (Danke Carina :) ). Das Infomaterial war sehr hilfreich um mich auf Kenia und die Situation dort vor zu bereiten.

Am Tag der Abreise war ich aufgeregt und auch hochmotiviert. Als ich endlich in Nairobi landete würde ich herzlich von einer Mitarbeiterin der Green Lion Organisation (Kelly) und ihren 5 Monate alten Baby (Jadon) empfangen. Dort half sie mir gleich mit Orientierung, Handy und Transport. Unser Fahrer holte uns ab und brachte uns in die kleine Ortschaft Kirwara im Bezirk Gatanga. Dort lerne ich dann den Rest der Organisation kennen: Monica, Emma und Martha.

Am nächsten Tag erhielt ich eine kleine Orientierungseinweisung von Emma bzgl. Sprache und Kultur. Tagsdrauf hatte ich meinen ersten Tag im Kindergarten. Ich wurde erst vom Rektor empfangen, Mr. Matumbo. Dieser wies mich kurz ein und dann wurde ich zu den Kindern gebracht. Dort wurde ich von all möglichen Emotionen eingenommen. Diese vielen Kinder, die alle einen anlächelten, aber teils verdreckt, mit zerrissener Kleidung und Pilsbefall entgegen kamen. Es war traurig zu sehen, dass es den Kindern an allen möglichen fehlte, aber auch schön, dass sie nur sich selbst brauchten um glücklich zu sein. Sie lernen schon im Kindergartenalter die englische Sprache so dass ich sogar schon etwas mit ihnen unterhalten konnte. Der Unterricht selbst war simple gestaltet, da der Klassenraum kaum was an Möglichkeiten hergab. Ich unterstützte die Lehrerinnen wo ich konnte und wir unterhielten uns über das Leben in Kenia und in Deutschland. Teilweise war ich sehr schockiert was wir in Deutschland mehr an Möglichkeiten haben wie in Kenia.

Das Leben ist hier auch sehr einfach gestaltet. Die wenigen, die eine Arbeit haben, gingen dieser irgendwie nach und hofften, dass sie mit dem Geld über den Monat kamen. Die, die arbeitslos waren, bettelten, verfügten oder stahlen.

Doch ich muss sagen, dass das wirklich eine sehr einprägende und auch schöne Erinnerung war. Einfach zu sehen, wie wenig man braucht um zu leben und um glücklich zu sein. Dies nahm ich mit nach Deutschland und sehe meinem Alltag positiver entgegen und lerne die Dinge, die ich habe mehr zu schätzen.

Einen großen Respekt muss ich auch an die Damen vor Ort der Green Lion Organisation aussprechen, da diese sehr taff sind und alles eigenständig auf die Beine gestellt haben und dazu noch alles unter einen Hut bekommen.

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