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Vietnam

freiwilligenarbeit in vietnam von felix

Hallo, ich bin Felix, 18 Jahre alt und komme aus Troisdorf. Bevor ich in den Flieger nach Vietnam eingestiegen bin, habe ich gedacht, dass 3 Monate eine lange Zeit sind. Jetzt, eine Woche nachdem ich wieder in Deutschland angekommen bin, kommt mir diese Zeit viel zu kurz vor. Trotzdem werde ich sie niemals vergessen! Es war das erste Mal, dass ich solch eine lange Zeit alleine war, von daher wusste ich nicht recht, was mich erwartet. Ich hatte ein Projekt als Englischlehrer im CEC Center in Tuy Hoa in der Provinz Phu Yen. Nebenbei bemerkt hat diese Stadt über 200.000 Einwohner, aber schätzungsweise weit unter 50 Ausländer/Touristen.

Das heißt, dass man angeguckt wird, hauptsächlich aber angelächelt. Die Menschen sind alle sehr sehr nett! Ich kann es nur empfehlen, ein Projekt in solch einer Stadt zu machen, da man ein Vietnam ohne Touristen erlebt. Nach dem Flug wurde ich im Center sehr freundlich empfangen von den Mitarbeitern und ein paar kleinen Kindern, die mir etwas Wasser gegeben haben. Nach einer Schüssel Phở bin ich schlafen gegangen in einem recht großen Zimmer, das ich mit einem anderen Freiwilligen aus England geteilt habe, der leider nach einer kurzen Zeit wieder nach

freiwilligenarbeit in vietnam von felix

Hause geflogen ist.Die nächsten Tage wurde mir gezeigt, wie und wo unterrichtet wird. Die Kinder waren alle und neugierig und haben sich immer sehr gefreut, wenn ich zu ihnen in die Klasse gegangen bin. Unterrichtet wurde mit Hilfe von Lehrbüchern. Dazu muss ich sagen, dass ich noch nie zuvor irgendwie unterrichtet habe! Ich hatte keine Probleme, da die Lehrer mir auch geholfen haben. Nach recht kurzer Zeit habe ich mich dort einleben können. Ich hatte ein gutes Verhältnis zu den Lehrern am Center, die Kinder mochten mich sehr. Unterrichten hat also immer Spaß gemacht. Thuan, eine junge Lehrerin, hat uns bei fast allem anderen geholfen. Einkaufen, übersetzen, die Stadt zeigen usw. Wir haben auch ihre Familie besucht, die in einem kleinen Bauerndorf lebt, was eine sehr besondere und schöne Erfahrung war, die man nicht als Tourist oder Backpacker erleben kann. Überall waren Kokosnussbäume, Reisfelder, Berge, Tiere und natürlich die richtig netten Bauern mit den typischen Reishüten. Ich war auch bei einer traditionellen Hochzeit in dem Dorf, zu der Thuan mich eingeladen hat. Nach 2 Wochen in Tuy Hoa habe ich auch zwei andere Freiwillige aus Deutschland kennengelernt, mit denen ich viel rumgehangen und erlebt habe. Zum Beispiel haben wir zu dritt auf zwei Motorrollern einen kleinen Ausflug zum Dai Lanh-Leuchtturm gemacht, was für mich eine der schönsten Erfahrungen war, die ich in Vietnam gemacht habe. Ansonsten haben wir in Tuy Hoa alles Mögliche gemacht, von Gitarrenunterricht bis zu Kneipentouren (in Cafés, es gibt in Tuy Hoa keine Kneipen). Wir waren oft in „Bob’s Café American“, wo man Pizza essen und die wenigen Ausländer, die nach Tuy Hoa kommen, antreffen konnte. Um auch ein bisschen vom touristischen Vietnam zu sehen (es kann mit der Zeit auch etwas anstrengend werden, weiß in einer Stadt wie Tuy Hoa zu sein, so nett die Vietnamesen auch sind; man fühlt sich wie ein Prominenter), sind wir an zwei Wochenenden zum 100 Kilometer weit entfernten Nha Trang gereist. Dort gibt es alles, was man in Tuy Hoa vermissen könnte: Westliches Essen, westliche Menschen, Bars und Geschäfte. Trotzdem finde ich Tuy Hoa natürlich schöner! Ein weiterer Aspekt, warum es gut ist, in einer „touristenfreien“ Stadt zu sein, sind die Strände: für Vietnamesen ist helle Haut ein Schönheitsideal, bei schönem Wetter wollen sie der Sonne also möglichst wenig Haut zeigen. Das heißt, dass man den schönen Strand Tuy Hoas ganz für sich hat. Nach zwei Monaten in Tuy Hoa war das Projekt zu Ende.

Der Abschied fiel schwer, mir sind die Leute und die Stadt sehr ans Herz gewachsen. Ich bin nach dem Projekt noch einen Monat durch Vietnam gereist. Von Tuy Hoa nördlich nach Da Nang, Hoi An, Hue, Hanoi, Sa Pa und natürlich zur Ha Long-Bucht. Empfehlen kann ich vor allem Sa Pa, ein wunderschönes kleines Bergdorf im Norden an der Grenze zu China. Multikultur hat mir immer geholfen und sich einmal pro Woche nach meinem Befinden erkundigt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass meine Zeit in Vietnam die Schönste in meinem bisherigen Leben war. Ich habe viel gelernt und gesehen. Es bringt einem einfach unglaublich viel, man lernt nicht nur etwas über eine neue Kultur und ein neues Land sondern auch sehr viel über sich selbst. Jedem, dem es möglich ist, so etwas zu machen, kann ich nur empfehlen, es auf jeden Fall zu machen. Es ist normal, wenn einem vorher etwas mulmig ist, aber wenn man es gemacht hat, ist man überglücklich über seine Entscheidung, weil man etwas erlebt hat, was das Leben um einiges bereichert! Euer Felix :)

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