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Vietnam

freiwilligenarbeit in vietnam mui ne

Ich kann gar nicht glauben, das meine Zeit in Vietnam schon wieder vorbei sein soll. Ich kann mich noch so gut daran erinnern, wie ich aufgebrochen bin. Den Rucksack geschultert und jede Menge Erwartungen und Aufregung im Gepäck. Ein wirkliches Bild hatte ich nicht von Vietnam, ich wusste nicht wirklich, was mich am Ende meines Fluges erwarten würde. Ich hatte in Reiseführern geblättert und im Internet gelesen, aber mehr als eine grobe Vorstellung hatte ich dadurch auch nicht bekommen. Ich weiß noch genau wie ich in einem Reiseführer ein Bild von einem Motorradfahrer gesehen habe, der drei riesige Schweine, in winzige Käfige gesteckt transportierte und ich mich wunderte, wie dass den möglich sein. Mittlerweile ist dieser Anblick nichts besonders mehr, es ist eben Vietnam.

 

Ich kam abends am Flughafen an und wurde von einem Taxifahrer empfangen, der mich dann zu meinem neuen Zu Hause fuhr. Als ich um die Ecke bog, sah ich eine ganze Gruppe von Freiwilligen vor dem Haus auf dem Sofa sitzen. Ich wurde freundlich empfangen, alle waren super nett und interessiert wo ich herkam, in welchem Projekt ich arbeiten würde und wie lange ich blieb. Kaum angekommen ging es dann auch schon wieder weiter, Hanoi feierte seinen 1000. Geburtstag, die ganze Woche war irgendwo in der Stadt etwas los gewesen und das ganze sollte jetzt mit einem Feuerwerk beendet werden, welches wir vom Ufer des Westlakes aus beobachteten.

freiwilligenarbeit in vietnam pagode

Nach einer sehr knappen, zweitägigen Einführung und dem Besuch einiger anderer Projekte startete ich dann an meinem dritten Tag in meinem Projekt, der Pagode. Ich hatte keine wirklich Vorstellung was mich erwarten würde. Erklärt hatte mir niemand etwas, ar die beiden Freiwilligen, die bereits in der Pagode arbeiteten, erklärten mir alles, sodass der Einstieg ganz leicht fiel.

In den folgenden Tagen und Wochen lernte ich die Kinder und Abläufe in der Pagode immer besser kennen. Wir hatten dort viele Freiheiten und konnten alles frei gestalten. Ich habe mein Projekt vom ersten Tag an geliebt, es ist einfach toll, wenn die Kinder jeden Morgen auf einen zugelaufen kommen, und dich begrüßen und du in ihren Gesichter siehst, dass sie sich freuen dich zu sehen.

Ich habe die Monate in der Pagode genossen. Wir haben kleine Ausflüge, so etwas ins Ceramic Village oder eine Puppenshow für die Kinder organisiert, jedes mal ein großer Erfolg.

Natürlich war es nicht immer leicht, wir hatten einige Probleme mit den Koordinatoren und mussten gleich zwei Mal wechseln, bevor wir jemanden fanden, der sich engagiert und auch regelmäßig vor Ort ist.

freiwilligenarbeit in vietnam phu quoc

Aber neben dem Projekt gab es da dann ja noch das Leben im LTV Haus. Dadurch, das wir so viele Freiwillige aus unterschiedlichen Ländern waren, hat man unheimlich viel lernen können. Es war immer etwas los, seien es nun die Internationalen Abende, bei denen jeweils Landestypische Gerichte von den Freiwilligen eines Landes gekocht wurden, oder das Ausgehen am Wochenende. Langeweile kam also nie auf. Und dann gab es natürlich noch die Ausflüge, die wir an den Wochenenden unternahmen, zur Halong Bucht, nach Sapa oder Ninh Binh, alleine der Norden Vietnams bietet unglaublich viele schöne Orte, die man unbedingt gesehen haben muss.

Nach einiger Zeit war dann auch der Verkehr kein Problem war, hatte man sich anfangs nicht getraut die Straße zu überqueren, war das schon nach kurzer Zeit kein Problem mehr auch das Fahren auf einem Motorrad war so normal wie vorher das Autofahren. Auch daran das es nun fast täglich Reis gab gewöhnte ich mich schnell. Das vietnamesische Essen ist einfach köstlich, da fällt die Umstellung nicht schwer. Und all die ungewöhnlichen „Spezialitäten, wie Hund, Schlange oder den Alkohol in dem die verschiedensten Tiere eingelegt sind, muss man ja nicht probieren.

Ein besonders Highlight war auch das Tet-Fest, das wichtigste fest der Vietnamesen. Eine Woche lang scheint das gesamte Land Kopf zu stehen. Geschäfte und Supermärkte, genauso wie die meisten Restaurants und Streetkitchens. Ich hatte das Glück zwei Tage lange Gast bei einer vietnamesischen Familie sein zu können um das Fest hautnah erleben zu können, ebenso wie die Einheimischen es feiern, definitiv eine der besten Erfahrungen während meines Aufenthalts.

Natürlich war nicht alles immer schön, besonders mit SJ Vietnam hatten wir einige Probleme, die Schließlich daran gipfelten, das das LTV-Haus geschlossen wurde, ohne das man uns wirklich darüber informierte, auch auf unsere Fragen bekamen wir in den seltensten Fällen eine klare

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Antwort, es wurde immer ausgewichen und drum herum geredet. Wir haben uns einfach auf unsere Projekte konzentriert und den Rest so gut es eben ging ignoriert.

Trotz all der Probleme und Schwierigkeiten ist es mir nach den fünf Monaten verdammt schwer gefallen, das Projekt zu verlassen, ich hatte die Kinder und auch die anderen Freiwilligen längst ins Herz geschlossen. Aber ich wollte schließlich auch noch den Rest des Landes sehen und so hatte ich mir am Ende noch drei Wochen Zeit genommen um zu reisen. Etwas, das ich nur empfehlen kann. Vietnam ist wunderschön und man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen es zu erkunden. Dieses Land hat einfach unglaublich viel zu bieten. Ein Besuch in der Zitadelle von Hue, ein abendlicher Einkaufsbummel durch die von hunderten Lampions erhellten Straßen von Hoi An, den Sonnenaufgang über den Dünen von Mui Ne erleben, eine Bootstour durch die unzähligen Kanäle des Mekongs, einfach mal entspannen an den wunderschönen Stränden von Phu Quoc oder ein paar Tage in der pulsierenden Metropole Saigon, Vietnam hat wirklich für jeden etwas zu bieten.

freiwilligenarbeit in vietnam my roommates

Ich habe in dem halben Jahr in dem ich dort war jeden einzelnen Tag genossen, ich habe mich in dieses Land und seine Bewohner verliebt und es keine Sekunde bereut dorthin gegangen zu sein, trotz der ganzen Probleme, die es gab. Und Multikultur hat sich wirklich gut um alles gekümmert und mich auch in Hanoi nicht alleine gelassen und sich immer wieder erkundigt wie es mir geht und was ich so mache.

Und jetzt bin ich wieder zurück in Deutschland, es hat sich eigentlich nichts geändert, fast ist es so, als wäre ich niemals weg gewesen. Aber meine Zeit in Vietnam werde ich nie vergessen.

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