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Ecuador

Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit in Ecuador von Paula

Die Partnerorganisation war super- ich wurde sehr herzlich aufgenommen und hatte viele Ansprechpartner, die mir stets geholfen haben. Die dazugehörige Sprachschule ist ein total schöner Ort und auch der Unterricht war gut. Die richtige Mischung aus Grammatik büffeln und Filme gucken. Die „Klassen“ waren klein, so 2-5 Leute und jede Woche bekam man einen neuen Lehrer, der andere Schwerpunkte setzte.

Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit in Ecuador von Paula

Die Residenz ist direkt nebenan und dort zu wohnen war super. Leute aus allen Ecken der Welt leben zusammen und in so einer internationalen Wohngemeinschaft zu leben war eine großartige Erfahrung.
Freunde, mit denen man was unternehmen kann, habe ich dadurch auch schnell gefunden. Leider ist man von denen in gewisser Hinsicht anhängig, da es sich als weißes Mädel nicht empfiehlt alleine Dinge zu unternehmen. Dinge zu planen ist sehr viel unüblicher als in Deutschland und an diese große Spontanität musste ich mich erst gewöhnen. Meistens klappen die Dinge dann auch irgendwie, aber sicher sein konnte ich eben nie. Für Reisen oder Wochenendtrips war diese Lebensart aber großartig. Es war gar kein Problem spontan mit den Bussen irgendwohin zu fahren, eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen und nette Menschen dort halfen immer beim Organisieren von Unternehmungen. Ecuador ist ein vielfältiges Land und man hat Strand, Dschungel, Anden und Stadtleben so nah beieinander. Ich hab so viele verschiedene tolle Dinge unternommen und da Taxis, Busse, Restaurants, Übernachtungen etc. wirklich günstig sind, stand dem auch nichts im Wege.

Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit in Ecuador von Paula

Die Einstellung der meisten Ecuadorianer ist noch sehr traditionell. Dinge wie Homosexualität, Abtreibung oder berufstätige Frauen sind verpönt.Die Frau soll zu Hause bleiben, die Küche machen und Kinder erziehen.

Da diese Einstellungen in meinem ersten Projekt sehr verbreitet waren und auch den Kindern schon eingeflößt wurden, habe ich mich dort unwohl gefühlt und entschlossen das Projekt zu wechseln. Die ecuadorianische Konfliktkultur ist anders als die Deutsche, Probleme offen und direkt anzusprechen empfiehlt sich nicht.

Von der Partnerorganisation bekam ich beim Wechsel große Unterstützung und mein zweites Projekt „Neque, mas Neque“ war deutlich besser. Im neuen Projekt wurde Eigeninitiative sehr geschätzt und ich konnte meine eigenen Ideen und Projekte umsetzen. Ich habe mit den Kindern Hausaufgaben gemacht, gesungen, getanzt, gespielt, gebastelt etc. und viel über die Komplexität der Probleme der ecuadorianischen Familien gelernt. Die Armut und Gewalt im Leben der Kinder war hart zu erleben und die mangelnde Bildung der Kinder oft frustrierend. Doch viele kleine Momente machten das wieder wett.

Es war eine wirklich intensive Zeit mit vielen Erfahrungen. Ich habe viel Schweres erlebt, aber auch so viel Schönes und würde es jederzeit wieder machen.

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