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Costa Rica

freiwilligenarbeit in costa rica Marleen

Ich habe mich für fünf Monate in Costa Rica entschieden und würde diese Wahl immer wieder so treffen! Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und einfach so unglaublich viel vom Land sehen können! Nachdem ich vom Flughafen abgeholt wurde, wurde ich von meiner Gastfamilie total herzlich empfangen. Ich war verwundert, als ich das Haus betrat, denn ich hatte doch mit etwas mehr Anzeichen von Armut gerechnet, doch meine Gastfamilie schien verhältnismäßig mehr Geld zu haben.

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Als ich an meinem ersten Morgen in die Sprachschule ging, lernte ich dort gleich die anderen "Neuen" kennen, die ebenfalls an diesem Wochenende angekommen waren. Später trafen wir auch andere Freiwillige, die größtenteils auch aus Deutschland kamen und uns schon Einiges in der Umgebung zeigen konnten.

Das große Sprachschulgelände ist super, um dort einfach mal einen ruhigen Nachmittag zu verbringen und sich mit allen zu treffen, ob zum Karten spielen, Gitarre spielen, Kekse essen, Wochenenden planen oder aber auch zum Lernen. Apropos lernen! Der Spanischunterricht hat mich wirklich weitergebracht und ich hatte Glück und sogar drei meiner vier Wochen Einzelunterricht. Dennoch kamen wir trotz unserer Vorhaben eigentlich nie dazu, uns einmal wirklich mit Vokabellernen zu beschäftigen, da wir für jeden Nachmittag immer wieder neue Pläne fanden. Wir waren Paintball spielen, haben in der Vorweihnachtszeit Plätzchen gebacken, mal gingen wir ins Kino, machten Sport im Fitnessstudio oder auf dem Sportplatz, haben einfach nur im Park gechillt und uns abends alle in der Bar getroffen. Am Wochenende haben wir gemeinsam tolle Ausflüge unternommen, wobei uns anfangs unsere Ansprechpartner vor Ort noch halfen, alles zu organisieren. Nach kurzer Zeit war das jedoch auch allein kein Problem. Meistens haben wir uns den Freitag (halb) freigenommen (was weder in den meisten Projekten noch in der Sprachschule ein Problem darstellte), um mehr vom Wochenende zu haben, weil die Busse, die zwar relativ günstig sind, aber trotz der kurzen Entfernungen doch relativ lange fahren. Ich habe urspünglich nur vier Wochen in Santa Barbara geplant gehabt, habe dann aber spontan dort verlängert, weil ich mit den Leuten so super klar kam und es von dort aus unter anderem viel leichter ist, zu reisen, da man eigentlich fast an alle Orte am besten von San José aus hinkommt.

Dass ich nun noch länger in meiner Gastfamilie blieb, hat diese sehr gefreut und alles verlief völlig unkompliziert. Die Organisationvor Ort suchte mir ein Projekt für die nächsten zwei Wochen in Heredia in einem Kindergarten.

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Die Zeit über die Weihnachtsferien nutzten wir zum Reisen. Zuerst verbachten wir eine Woche in Nicaragua, was ich wirklich nur sehr empfehlen kann, da es echt nochmal etwas ganz Anderes und total beeindruckend ist. Insofern man nicht alleine reist und sich in den richtigen Gegenden aufhält, muss man dort auch keine Bedenken haben. Danach waren wir für zwei Wochen in Costa Rica unterwegs und zum Schluss ging es noch eine Woche nach Panama. Da bis Februar Ferien in Costa Rica sind und demnach mein Projekt in Esterillos an der Pazifikküste wohl doch noch nicht anfing, arbeite ich in einer Summer School im Institut mit, wo wir Englisch unterrichteten und wir die Kinder mit Bastelei und Spielen beschäftigten. Da danach mein Umzug nach Esterillos noch immer nicht möglich war, habe ich von den Partnern von Multikultur dort eine Woche Sprachkurs geschenkt bekommen und diese hat zum Glück noch einmal Einiges vertieft. Ich kann also sagen, dass die Leute dort wirklich sehr bemüht sind und man noch sehr viel spontan vor Ort ändern und entscheiden kann.

Endlich kam ich Ende Januar nach Esterillos Oeste, ein wirklich kleiner, ruhiger Ort an der Pazifikküste mit einem schönen Strand und ziemlich abgelegen, wo ich die einzige Freiwillige war. Trotzdem fährt man nur ca. 25 Minuten mit dem Bus nach Jaco, wo auch andere Freiwillige leben und arbeiten. Ich war froh, nachdem ich die letzten Wochen so viel unternommen hatte und jeden Tag unterwegs war, endlich mal ein bisschen Zeit für mich zu haben. Ich lebte bei einer Gastmama, wo unter der Woche eine Lehrerin und u.a die Köchin des Kindergartens, in dem ich arbeitete, wohnten. Mein Projekt hier hat mir Spaß gemacht. Die ersten zwei Wochen, in denen keine Kinder da waren, da noch immer Ferien waren, haben wir den Kindergarten renoviert. Die Kindergärtnerin war offen für Neues und ließ mich von Anfang an viel selbstständig mit den Kindern machen. Ich machte zum Beispiel jeden Tage eine Sporteinheit mit den Kleinen. Nachdem die Kinder gegangen waren (um elf bereits!), half ich noch beim Aufräumen und Putzen.

Mit der Köchin und ihrer erwachsenen Tochter verstand ich mich sehr gut und durch sie lernte ich auch noch einmal das richtige Leben der Einheimischen Ticas und Ticos dort kennen, da sie mich oft irgendwohin mitnahmen, ob zu Freunden, einer Finca, in ihr Dorf oder auch zu untouristischen Wasserfällen.

Ich war froh, dass ich letztendlich nicht die geplanten 3 1/2 Monate in dem kleinen Ort war, da es alleine doch etwas langweilig gewesen wäre für so eine lange Zeit. So war es abwechslungsreicher und ich konnte wirklich viel mehr Erfahrungen sammeln. Ich habe in meiner Zeit dort trotz des Projektes so viele unterschiedliche Ecken von dem wunderschönen Land, das in Großteilen im Übrigen sehr weit entwickelt ist, sehen können und das „Pura Vida“ genießen können.

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