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11 Wochen Freiwilligenarbeit in Argentinien.

Endlich ist es soweit, das Flugzeug startet...schon einen Tag später fand ich mich in Eldorado in Misiones, Argentinien wieder.

11 Wochen lagen vor mir und ich hatte keine Ahnung was mich erwartet. Ich hatte schon ein Informationspaket über die argentinische Kultur und meine Gastfamilie bekommen und wusste auch, dass ich mit Kindern in einem Heim arbeiten sollte, doch eine Vorstellung wie das sein würde hatte ich nicht Freiwilligenarbeit in Argentinien.

 

Im Endeffekt, jetzt wo alles schon vorbei ist kann ich sagen, dass es die beste Entscheidung war, diese Reise zu machen, die ich überhaupt treffen konnte.

Nicht nur das schöne Eldorado, welches sich durch eine ca.18km lange Strasse mit einem Zentrum, mit Siedlungen von reichen und armen Menschen und viel grün beschreiben lässt, macht es einem leicht sich schnell einzuleben und wohl zu fühlen.

Die Menschen hier sind sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Man trifft viele Leute die deutsch sprechen können und stets erfreut sind dieses noch einmal aufzufrischen.

Doch dass es soviele deutschsprachige Menschen hier gibt heisst nicht, dass man kein Spanisch bzw. hier Castellano lernt. Im Gegenteil!!! Nach 2 Wochen Sprachkurs mit einer unglaublich liebenswerten und lustigen Lehrerin hatte ich mir eine ausreichende Grundlage erarbeitet und habe seit dem durch Unterhaltungen und das Leben in deiner spanischen Gastfamilie gelernt. ich kann sagen, dass ich sehr gut zurecht gekommen bin! Man lernt unglaublich schnell und es macht sehr viel Spass! Alle Mitglieder der Fundación sind jederzeit für einen da und haben alles getan was sie konnten, damit ich mich hier wie zu Hause fühle. Und ich muss sagen: sie haben es geschafft. Ich wollte nämlich garnicht mehr dort weg!

Neben der Hilfsbereitschaft und der Freundlichkeit bietet die Fundación ausserdem noch kostenlosen Internetzugang den ganzen Tag und ein Telefon, von dem man kostenlos nach Deutschland telefonieren kann. Man ist also nicht abgeschlossen von der Aussenwelt. Ich muss sagen, in den 11 Wochen die ich dort war, hatte ich keine Probleme und habe kein einziges Mal bereut dort gewesen zu sein.

Zu meiner Gastfamilie kann ich nur ein Wort sagen : ein Traum! Leckeres Essen, schönes Haus und das beste -> ich habe mich wie ein Teil der Familie gefühlt. Das Leben mit den Dudas war eine sehr schöne Erfahrung und hat mir sehr viel Spass gemacht.

Ausserdem habe ich nicht nur argentinische Freunde, sondern auch andere deutsche Mädels in mein herz geschlossen. Die Argentinier sind gut für Feiern und Spass zu haben und stets gut gelaunt (es gibt wöchentliche Asados und man geht so oft es auch geht in den Pub oder die Bolische um die Musik dort zu geniessen, zu trinken und zu tanzen).

Neben Feiern, Essen und mit Leuten treffen habe ich natürlich auch noch in der Buena Semilla, einem Kinderheim für sozial benachteiligte Kinder gearbeitet. Eine wundervolle Erfahrung. Es ist am Anfang nicht leicht zu begreifen, was die Kinder für furchtbare Geschichten durchlebt haben, doch mit jedem mal mehr das ich dorthin gegangen bin, schliesst man die Kinder in sein Herz. Sie sind kleine Menschen, die sehr hart arbeiten und noch viel mehr dankbar dafür sind was sie in diesem Heim- oder eher dieser kleinen Farm haben. Auch den Voluntären sind sie sehr dankbar. Sie haben sehr viel Liebe in sich drin und freuen sich jemanden in den Arm nehmen zu können. Ich muss sagen, dass ich nicht nur einmal sehr gerührt war als mich eins der Kinder in den Arm genommen hat, mir einen Kuss gegeben hat oder mir auf deutsch gesagt hat „ich liebe dich“ .

Jedes mal wenn ich dort wegging, habe ich mich sehr gut gefühlt und es hat sehr sehr viel Spass gemacht mit ihnen zu arbeiten.

Neben all dem bin ich noch in Buenos Aires und in dem Nordosten Argentiniens und Chile herumgereist. Ich kenne nun ein wenig mehr von Südamerika (Uruguay, Chile, Paraguay, Brasilien, Argentinien) und kann nur jedem Empfehlen sich so viel wie möglich anzuschauen Freiwilligenarbeit in Argentinien. Man erlebt Dinge und Eindrücke der Natur (auch zum Beispiel die Cataratas von Iguazú) die einen einfach überwältigen.

Ich weiss garnicht was ich noch schreiben soll. Das muss man einfach selbst erleben.

Nicht nur die Stadt, Misiones, die Leute hier und das Feiern! Auch die Arbeit mit den Kindern und das Rumreisen waren ein Traum.

Wenn ihr also ein bisschen neugierig seid- kommt her und geniesst euer Leben hier!
Ich habe mich wie schon gesagt sehr wohl gefühlt und bin mir sicher – Yo voy volver a Misiones, Eldorado!
Gracias á la Fundación (Gisela, Ingrid y todos), á Claudia, y por supuesto mi familia de Blanca Duda! Yo voy a extrañar muchísimo vuestro amor!

El dorado esta en mi corazón para mi vida…



Reisebericht Claudi und Steffi September

Nach arbeitsreichen Wochen in Eldorado packte uns die Lust auf mehr und wir begaben uns auf grosse Reise. Viele Kilometer für wenig Geld in den gemütlichen Schlafbussen von Andesmar lagen vor uns und trotz Organisationsstress war die Vorfreude gross.

Am Donnerstag Abend ging es los und 27 Stunden später und 1200 km weiter nord-östlich stiegen wir verschlafen am Busbahnhof in Salta aus. Nach einer kurzen Remissefahrt un einem kleinen Willkommensdrink (Kirschlikör..mmh lecker!) im Hostel „Tierra Occulta“ verfielen wir un einen tiefen Schlaf...2 Stunden. Denn schon um 6 Uhr startete die Tagestour durch die atemberaubende Landschaft Saltas und Jujuys mit dem „Movietrack“. Unser gutgelaunter Führer Ramiro und der etwas schüchterne Fahrer Hugo sorgten mit hohem Spassfaktor, leckeren Mahlzeiten und imposanten Naturerscheinungen (Salinas Grandes, Pumamarca, Montañas de 7 colores) dafür, dass der Tag wie im Flug verging. So dass wir uns schon bald von den netten Mitreisenden wieder verabschieden mussten.  zurück im Hpstel konnten wir unsere Kräfte nach diesem anstrengenden Tag mit einem leckeren Asado wieder auffüllen, sodass wir uns noch mehrere Stunden mit den anderen Hostelbewohnern in der schönen Hostelbar unterhalten konnten. Am nächsten Tag nutzten wir die Stunden bis unser Bus abfuhr um uns Salta Capital noch ein bisschen anzugucken und ruhten uns anschliessend auf der relativ kurzen Busfahrt nach Tucumán aus. Dort holte uns überraschend pünktlich für Argentinier unser „Gaucho“ (Fernando), mit dem wir am nächsten Tag einen Tagesausritt machen wollten ab. Das Programm dieses „Cabalgata“ umfasste Abendessen, Frühstück, Asado und viel Wein. Morgens hiess es dann ersteinmal Pferde einfangen und satteln bevor es dann steil Berg auf ging, was die trittsicheren Bergpferde problemlos meisterten. Schon bald hatten wir eine atemberaubende Aussicht über die Tucumanberge. Nach einem rasenden Galopp ritten wir langsam wieder hinunter und durchquerten auf dem Weg zurück zur Finca Flüsse und noch blattlose Wälder.

Nach dem Besichtigen der Piedras Pintaros mit Mate-und-Nüsse-mit-Dulce-de-Higo-Pause wurden wir von Fernando persönlich ins Tucumán Hostel gebracht. Die Nacht, mehr oder weniger erholend gut überstanden, war viel zu kurz um am nächsten Tag das erkunden von San Miguel de Tucumán in der winterlichen argentinischen Hitze richtig geniessen zu können. Schon war es an der Zeit den Bus um 20.30 Uhr nach Mendoza zu nehmen. Eine weitere Nacht stand uns in dem Colectivo von Andesmar bevor. Zu unserer Überraschung erwartete uns dann ein luxuriöser Coche-Cama Bus, den wir zum Preis von Semi-Cama natürlich besonders genossen.

In Mendoza angekommen wartete schon die nächste Überraschung auf uns- das Damajuna Hostel inmitten von Bars und Restaurantes. Das bisher schönste kleine Luxus-Hostel mit Ledermöbel-Liegewiesensofas, Hängematte uns Swimmingpool bereitete uns ein Gefühl des Entspannens. Unsere Neugierde weckte uns jedoch schnell und wir entschlossen das schöne, jedoch schon sehr europäisch angehauchte Mendoza zu erkunden (Tipp: Plaza Independencia). Durch eine sehr notwendige Siesta im Hostel tankten wir genügend Energie um den Abend mit neuen Bekanntschaften, Milanesa, Wein und in einer sehr gewöhnungsbedürftigen Boliche zu verbringen. Nach einem absclhiessenden Bierchen im Hostel mit Nudelresten vom Mittag fielen wir dann um 05.30 Uhr mehr oder weniger lebend ins Bett. Jedoch mussten wir dann eher weniger lebend zwei Stunden später aufstehen um unseren Bus nach Santiago in Chile um 09.00 Uhr nicht zu verpassen. Doch auch das lohnte sich natürlich, da die Strecke direkt über und durch die Anden führte –bis ganz nach oben auf Schneehöhe. Dort mitten im Nirgendwo fanden wir dann einsam und verlassen die Zollanlage, wo wir die zeitaufwendigen Bürokratieverfahren der Grenzüberschreitung mitmachen mussten. Trotzdem kamen wir irgendwann in Santiago an und stellten schon nach kurzer Zeit fest, dass Chile sich sehr von Argentinien unterscheidet. Die Leute, die Städte und überhaupt die ganze Atmosphäre. Abends holten uns dann die Eltern eines Freundes ab, bei denen wir netterweise einige Tage wohnen konnten. Die ganze Familie, halb argentinisch- halb chilenisch und die südafrikanische Austauschschülerin waren unheimlich liebenswert und sehr gastfreundlich. Durch die grosszügigkeit und das Interesse an uns liess uns wie zu Hause fühlen. Unser Freund und die Südafrikanerin zeigten uns Viña del Mar und Valparaiso. Sehr schöne und interessante Städte.

Einen Tag liessen wir uns noch einmal von einem Angebot eine Stunde Pferde auszuleihen verleiten. Diese Stunde erwies sich als sehr spassig und abeneuerlich...nur zu empfehlen!

Neu dazu lernten wir in Chile, dass es dort oft das sogenannte „Ona“ gibt, dass dem deutschen Abendbrot sehr ähnelt und oft anstatt des schweren „Cenars“ gegessen wird.

Nach einem weiteren Tag in Viña del Mar und Valparaiso war unsere Zeit in Chile auch schon vorüber und wir überquerten noch einmal die Anden um zurück nach Mendoza zu gelangen. Dort verbrachten wir einen ruhigen Abend mit essen im Restaurante, gutem Wein und später noch mit stundenlangen Schwätzchen mit Europäern aus dem Hostel und einem leckeren Tia Maria-Likör. Mit dem „heute gehen wir früh schlafen“ hatte es also mal wieder nicht geklappt. Trotzdem setzten wir unseren Plan für den nächsten Tag in die Tat um...Parapente...(in Deutschland bekannt unter Paragliding). Zugegebenermassen waren wir schon ziemlich aufgeregt als der Jeep uns immer höher und höher auf einen Berg Mendozas brachte. Einige Minuten später fanden wir uns schon dicht an den Bauch des Piloten geschnallt wieder. Nach einigen Erklärungen und der Aufforderung einfach auf den Abgrund zu zurennen, pochte das Herz ziemlich schnell. Doch überlebt haben wir- und sobald wir in der Luft schwebten, genossen wir die himmlische Aussicht auf die Anden, die Provinz und deren gleichnamigen Hauptstadt Mendoza. Nach der mehr oder weniger eleganten Landung mussten wir uns ziemlich beeilen um unseren Bus nach Buenos Aires noch pünktlich zu erreichen.

Nach weiteren 14 Stunden Busfahrt in Buenos Aires angekommen, geniessten wir dort unseren letzten gemeinsamen Tag unserer Reise und fuhren letzendlich sehr erschöpft von zwei Wochen Dauerprogramm, wenig Schlaf und vielen Abenteuern- aber sehr, sehr zufrieden und glücklich nach Hause ins schöne Eldorado in Misiones zurück!
Wir können nur allen empfehlen einfach zu reisen. Zwei Wochen gingen um wie im Flug...Die Erfahrungen und Eindrücke die man dort mitnehmen kann, werden einen für immer begleiten. Ein tolles Gefühl!!!

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