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Costa Rica

freiwilligenarbeit in costa rica Caro

Für mich war schon lange klar, dass ich nach meinem Abitur eine größere Reise machen möchte, und da ich mich immer schon für Schildkröten interessierte, stieß ich mithilfe von Multikultur schnell auf die Freiwilligenprojekte in Costa Rica, einem Land mit vielen Küstengebieten und einer sehr vielfältigen Flora und Fauna. Ende September ging es dann endlich los.

freiwilligenarbeit in costa rica Caro

Vor meiner Reise war ich sehr aufgeregt, da man nie weiß, was einen in einem fremden Land erwartet. Doch als ich in meiner Gastfamilie ankam, waren alle Sorgen verflogen. Ich wurde sehr nett aufgenommen, und meine „mama tica“, also meiner Gastmutter, hat mir sehr dabei geholfen, mich einzuleben und die Kultur besser kennenzulernen.

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Die ersten zwei Wochen habe ich in Sámara verbracht, wo ich zur Sprachschule ging, um mein Spanisch zu verbessern, was sich als sehr nützlich erwies, da in den Projekten später viel Spanisch gesprochen wurde, und man generell nicht immer davon ausgehen konnte, dass jeder Tico Englisch versteht. Dennoch hatte ich während meines Aufenthalts immer einen Ansprechpartner, der Englisch oder sogar Deutsch sprach, an den ich mich immer wenden konnte, wenn ich ein Problem oder eine Frage hatte.

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Nach meiner Zeit in Sámara bin ich dann endlich in das so lang ersehnte Schildkrötenprojekt gefahren, und ich wurde nicht enttäuscht. Direkt am ersten Tag konnte ich viele kleine Schildkröten schlüpfen sehen, die wir dann ins Meer entlassen haben. Und auch bei den Strandpatrouillen haben wir fast jede Nacht große Meeresschildkröten gesehen, mit denen wir zusammengearbeitet haben. Unsere Aufgabe bestand dann darin, die Eier, die die Schildkröten gelegt haben, einzusammeln und an einen sicheren Ort, die „Hatchery“, zu bringen, wo die Nester vor Waschbären und anderen Feinden sicher waren.

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Jedenfalls waren sie das bis zum Ende meiner ersten Woche, denn dann haben die Waschbären doch einen Weg ins Innere der Hatchery gefunden und einige Nester geplündert. Die Aufgaben der nächsten Wochen bestanden nun hauptsächlich darin, das Dach der Hatchery zu flicken und nachts Wache zu halten, um die Waschbären zu verscheuchen statt wie gewohnt auf Patrouille zu gehen und mit den Schildkröten zu arbeiten. Glücklich waren wir darüber natürlich alle nicht, aber wir mussten erkennen, dass auch dieser unerwartete, nicht ganz so schöne Teil zur Arbeit eines Freiwilligen dazugehört.

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Nach den vier Wochen im Schildkrötenprojekt bin ich dann vom Strand ins Landesinnere gefahren, um vier weitere Wochen in einem Wildlife Rescue Center zu arbeiten. Hauptsächlich haben wir uns dort um Aras und Papageien gekümmert, aber es wurden auch immer wieder Waisenkinder wie Faultiere und Ameisenbären aufgenommen.

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Jeden Morgen und Nachmittag haben wir alle Tiere im Park mit frischem Obst und Gemüse gefüttert. In der Zeit dazwischen haben wir die Gehege gesäubert und an der Instandhaltung des Projektgeländes gearbeitet. Während meines Aufenthalts wurde zum Beispiel der Zaun für einen großen Faultiergarten gebaut, wo alle Freiwilligen tatkräftig mithalfen. Außerdem durften wir die Babyfaultiere und den kleinen Ameisenbären betreuen, denn bis der Garten fertig ist, können sie nur tagsüber für ein paar Stunden unter Aufsicht in den Bäumen hängen bzw. klettern.

Am Ende jedes Arbeitstages haben wir immer eine kleine Abschlussrunde gemacht, in der jeder erzählen konnte, welche Aufgaben er am Tag erledigt hat. Danach hatten wir Freizeit und konnten beispielsweise im Aufenthaltsbereich gemeinsam Spiele spielen oder einen kleinen Ausflug zum nahegelegenen Fluss machen. Oft sind wir auch zum Supermarkt im nächsten Dorf gelaufen, um zur Abwechslung mal etwas anderes als Reis und Bohnen zu essen.

Der Abschied nach vier ereignisreichen Wochen fiel mir dann sehr schwer, da ich viele tolle Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt habe, die ich so schnell nicht wiedersehen werde.

Insgesamt war ich von meinem Aufenthalt in Costa Rica sehr begeistert und hätte mir kein besseres Land vorstellen können, um drei Monate dort zu verbringen. Ich bin Multikultur sehr dankbar dafür, dass sie mir diese einzigartige Erfahrung möglich gemacht und mich auf dem gesamten Weg begleitet und unterstützt haben.

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