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Schottland

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Mein Auslandsaufenthalt in Schottland

Im August 2018 machte ich mich auf den Weg von Hannover nach Schottland Land der Highlands, Burgen und Clans, wo ich für die nächsten 10 Monate bleiben wollte. Voller Aufregung und Neugier, aber auch etwas mitgenommen von den Abschieden zuvor, wartete ich am Flughafen in Edinburgh auf mein Gepäck. Noch während ich wartete, fand mich mein Gastvater und ich war total begeistert.

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Wir waren uns sofort sympathisch und er beruhigte mich, als ich die Nachricht bekam, dass mein Hauptgepäck nicht auf meinem Anschlussflug von London nach Edinburgh mitgekommen war. So fuhren wir erstmal nur mit meinem Handgepäck nach Perth, wo meine Gastfamilie wohnt. Dort traf ich dann auch meine Gastmutter, die gerade auf mein zukünftiges Gastkind aufpasste. Ich wurde herzlich von meiner Gastfamilie empfangen und auch Archie, mein zu dem Zeitpunkt erst dreizehn Monate altes Gastkind, war sehr offen und ganz begeistert von meinem Besuch. Gleich am nächsten Tag zeigten sie mir Perth, eine schöne, typisch schottische Stadt mittlerer Größe mit vielen Restaurants, Cafés und Unternehmungsmöglichkeiten. Mein persönliches Highlight war jedoch der direkt hinter dem Haus gelegene Kinoull Hill mit seiner alten Turmruine, von welcher man wunderschönen Ausblick auf die Stadt, den bekannten Fluss Tay und die nicht allzu weit entfernten Hügel der beginnenden Highlands hat.

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Ich gewöhnte mich sehr schnell ein und meine Gastfamilie gab sich sehr viel Mühe, mir meinen Start zu erleichtern. Die ersten Wochenenden haben sie mich mit auf viele Ausflüge genommen und mich Freunden und Familie vorgestellt, während meiner 10 Monate dort fuhren wir sogar zwei Mal gemeinsam in den Urlaub. Morgens war es meine Aufgabe, das Gastkind für den Kindergarten vorzubereiten, wo es bis zum späten Nachmittag blieb. Nach dem gemeinsamen Essen und seiner Badezeit habe ich noch mit Archie gespielt, bis er zu Bett ging. Neben einigen kleinen Aufgaben im Haushalt oder kleineren Besorgungen war mein Aufgabenbereich also nicht besonders groß, so schlug mir die Familie einen Nebenjob in ihrem Lieblingscafé vor, damit ich tagsüber nicht ganz alleine bin. Diese Erfahrung war wirklich besonders, denn die Schotten sind ein sehr freundliches und offenes Volk, weshalb ich so an die besten Informationen über schöne Ausflugsziele und die spannendsten Geschichten kam.

Jedes Wochenende war ich mit anderen Au Pairs unterwegs, von denen ich viele durch Zufall kennengelernt habe. Meist waren wir draußen, haben imposante Burgen besichtigt, haben die historische Hauptstadt Edinburgh oder das pulsierende Glasgow besucht. Am liebsten habe ich während meines Aufenthalts jedoch Zeit in den Highlands verbracht, die auf mich immer noch magisch wirken. Hoch aufragenden Berge, alte Burgen, von Nebelschwaden überzogene Wiesen und viele, viele Schafe - in den Highlands hat man wirklich das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen. Fast alles dort ist noch urtümlich und naturbelassen, die Menschen sind freundlich und offen und die Ausblicke einfach wunderschön.

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Schottland hat einige Eigenheiten, zum Beispiel sind die Leute im Vergleich zu Deutschland extrem freundlich und hilfsbereit. Zum anderen ist die Sprache für Leute, die nur British English gewohnt sind, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, besonders, wenn man in den Highlands unterwegs ist, aber man findet sich bei genauem Zuhören schnell zurecht und lernt sogar ein bisschen Schottisch. Neben dem Nationalgericht Haggis, Neeps and Tatties, also Haggis mit Rüben- und Kartoffelpüree, hat Schottland viel anderes zu bieten. Selbst als Veganerin bin ich auch außerhalb meiner Gastfamilie, die sehr neugierig und offen war, auf Toleranz und viele vegetarische/vegane Optionen gestoßen (sogar in den Highlands).

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Zu jedem Zeitpunkt habe ich mich in Schottland wohlgefühlt, was nicht nur an der tollen Unterstützung und Vorbereitung durch MultiKultur und die schottische Partneragentur, sondern auch an meinen Freunden in Schottland und meiner Gastfamilie lag. Im Rückblick kann ich es kaum erwarten, für einen Urlaub nach Perth zurückzukehren, denn die Stadt ist mir zu einem zweiten Zuhause geworden. Wenn mein Auslandsaufenthalt mir etwas über Schottland gezeigt hat, dann ist es, dass sich alles mit schwarzem Tee und einer Prise ebenso dunklen schottischen Humors lösen lässt.

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