Au Pair Schottland

annika au pair in schottlandIch hatte mit ein paar Familien Kontakt, doch nie stimmte die Chemie richtig, bis ich meine Familie in Glasgow kennengelernt habe. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und so waren wir uns schnell einig, dass ich Anfang Januar nach Schottland aufbrechen und das nächste halbe Jahr als Teil ihrer Familie verbringen werde. Meine Familie lebt in einem Haus im West End von Glasgow und besteht aus den beiden Eltern und einem Mädchen (6) und ihrem kleinen Bruder (4).

annika au pair in schottlandAuch nach dem herzlichen Empfang der Familie lief alles super weiter, die Kinder haben mich schnell akzeptiert und ich war sofort mit Fangen spielen, Schwertkämpfen, Puzzeln und Basteln beschäftigt. Mit meiner Gastmama habe ich mich ebenfalls unglaublich gut verstanden und, wie sie am Ende zu mir sagte, sei ich wie eine Schwester für sie geworden. Mit meinem Gastpapa habe ich mich auch prima verstanden, ihn habe ich bloß aufgrund seiner Arbeitszeiten eher selten gesehen. Mein Einstieg war ziemlich schnell und spontan, da direkt am Tag nach meiner Ankunft Schule und Kindergarten wieder losgingen. Ich habe mich aber schnell an den Alltag gewöhnt und herausgefunden, welche Tätigkeiten im Haushalt noch von mir erwartet werden (was nicht viele waren).

annika au pair in schottlandEin typischer Tag sah so aus: Ich frühstückte mit den Kindern und brachte sie dann in den Kindergarten und in die Schule. Bis nach dem Mittagessen (12:30 Uhr) hatte ich Freizeit, dann musste ich den Jungen wieder aus dem Kindergarten abholen. Die Zeit bis Schulschluss (15 Uhr) verbrachten wir bei schönem Wetter im Park oder Garten und bei schlechtem Wetter drinne, wo es auch genug Beschäftigungen gab. Von Lego über Lichtschwerter bis zu Puzzeln und Büchern war alles dabei. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen und der kleine Junge ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Um 15 Uhr holten wir dann gemeinsam seine Schwester von der Schule ab und verbrachten danach gemeinsam mit Freunden Zeit im Park direkt gegenüber der Schule. Eher selten war meine Gastmama schon vor uns zuhause und so wurde, grade bei schlechtem Wetter, im Haus noch weiter gespielt. Zusammen haben wir dann gekocht und nachdem der Abwasch und Hausaufgaben erledigt waren, hatte ich dann ab 6 oder 7 Uhr frei.

annika au pair in schottlandEinmal die Woche besuchte ich einen Sprachkurs (ich habe mir Schwedisch ausgesucht, da ich keinen passenden Englisch-Kurs gefunden habe) und dort habe ich zwei tolle schottische Freunde gefunden, mit denen ich auch am Wochenende Zeit verbracht habe. Ab und zu ging ich auch noch zu einem Turn-Kurs, den ich über meine Gastfamilie kennengelernt habe. Die Kinder gingen dort ebenfalls hin und es sah nach so viel Spaß aus, dass ich es selbst mal versuchen musste!

Außerdem habe ich viel mit meinen AuPair-Freundinnen unternommen. Obwohl die anderen AuPairs alle schon seit 4 Monaten da waren wurde ich sehr herzlich in die Gruppe aufgenommen und wir sind bis heute gut befreundet und in Kontakt. In den kalten Monaten haben wir viel Zeit in Glasgow verbracht mit Kaffee trinken, Lunchen, Shoppen und Feiern. In den warmen Monaten sind wir dann viel herumgefahren, was mit Bus und Zug relativ einfach und günstig war, und haben umliegende Städte wie Edinburgh und St. Andrews oder die westlichen Inseln erkundet. Um Ostern hatten wir alle frei und so konnten wir dann auch eine größere Reise unternehmen. Wir hatten super viel Spaß zusammen und waren ziemlich traurig, als dann der Abschied kam.

Von meiner Familie konnte ich mich ebenfalls nur schwer trennen und wir planen auf jeden Fall uns gegenseitig nochmal zu besuchen. Glasgow ist wie ein zweites Zuhause geworden und ich bin so froh, dieses Abenteuer erlebt zu haben!

Insgesamt war es eine unvergessliche Zeit, in der ich viele neue Erfahrungen gesammelt und super tolle Bekanntschaften gemacht habe. Vielen Dank an Multikultur für die liebe Unterstützung!

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