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Frankreich

Aktuelle Informationen für Au Pairs bezüglich Corona

Ihr träumt von einem Au Pair Aufenthalt im Ausland aber seid verunsichert, ob eine Bewerbung z.Z. überhaupt möglich ist?

An dieser Stelle können wir euch eine positive Nachricht geben. Ja! Ihr könnt euch gerne bewerben. Es gibt wie in den letzten Jahren viele Familien, die ein Au Pair aufnehmen möchten. Die Familiensuche verläuft fast wie gewöhnlich und die ersten Au Pairs haben bereits eine nette Gastfamilie für den Sommer/Herbst gefunden.

Auch wenn wir euch keine Garantie geben können, gehen wir zuerst davon aus, dass Reisen ab Sommer/Herbst 2020 trotz der momentanen Reiserestriktionen seitens Deutschland und den unterschiedlichen Ländern unter Beachtung von Schutz- und Hygienevorschriften wieder möglich sein werden.  

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Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Linda

Drei Monate Côte d’Azur – und das im Sommer! Mein Au-Pair-Aufenthalt in Frankreich schien ein Traum zu sein ! Doch dieser Gedanke wurde durch den Abschied von meiner Familie und meinem Freund leicht getrübt, denn wenn man sein ganzes Leben lang immer zu Hause ist und dann für drei Monate weggeht, dann ist das schwerer und vor allem tränenreicher als vorher gedacht. Doch bereits im Zug wurde meine Laune wieder gebessert, denn meine Sitznachbarin, eine sehr nette ältere Dame munterte mich auf und redete mir gut zu – und das alles auf Französisch !

In Frankreich angekommen war ich durch die lange Zugfahrt und die plötzliche Hitze dort (zu Hause hatte ich in Vliesjacke noch gefroren und dort waren weit über 20°C !!!) ziemlich geschafft und müde. Meine Gastmutter, die mich vom Bahnhof abholte, nahm viel Rücksicht darauf und ließ mir zunächst viel Zeit, bevor ich dann den Rest der Familie kennenlernte. Das Kennenlernen war recht unterkühlt; der kleine Junge, auf den ich aufpassen sollte, war zunächst ziemlich schüchtern und der Rest der Familie (zwei Mädchen und der Vater) beschäftigten sich größtenteils mit sich selbst.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Linda

Der Anfang war nicht immer so leicht, da man sich erst an die neuen Mitmenschen, die neue Umgebung und auch an seine Aufgaben gewöhnen muss. Aber nach zwei, drei Wochen hatte ich mich ganz gut eingelebt und konnte alle meine Aufgaben ganz gut schaffen und hatte nebenbei noch einiges an Freizeit. Ich stand morgens gegen acht auf, machte mich fertig und fing dann erstmal mit dem Haushalt an, was jedoch mehr Arbeit war, als ich vorher gedacht hatte! Das sollte man nicht unterschätze !!! Dreimal die Woche kochte ich mittags für die Mädchen, die zum Essen nach Hause kamen, und holte nachmittags den Jungen von der Schule ab und verbrachte den Rest des Tages mit ihm. An diesen drei Tagen hatte ich dann relativ viel Freizeit und konnte so dann die Stadt und die nähere Umgebung erkunden und mir die wunderschöne Landschaft an der Côte d’Azur mit kristallklarem Wasser, weißen Sandstränden und Palmen angucken. Montags hatte ich komplett frei und konnte auch größere Ausflüge machen, so bin ich zum Beispiel nach Saint Tropez gefahren oder habe einfach den ganzen Tag am Strand verbracht.

Mittwochs und Wochenends musste ich von morgens bis abends quasi ununterbrochen auf den Jungen aufpassen. Das hieß kochen, fernsehen, ganz, ganz viel mit Spielzeugautos spielen und malen! Was sich so ganz gechillt anhört, wird auf Dauer aber auch echt anstrengend :D

Mein ganzer Tagesablauf und –plan änderte sich dann im Juli, als die Kinder Ferien kriegten. Von nun an musste ich mich außer montags jeden Tag komplett um den Jungen kümmern. Von morgens Frühstück machen und Zähne putzen beaufsichtigen über Mittagessen kochen bis hin zu abends duschen. Da es im Juli unfassbar heiß war, verbrachten wir jeden Nachmittag zusammen am Strand, wo allerdings höchste Vorsicht geboten war, da der Kleine noch nicht schwimmen konnte. Oft spielten wir am Strand zusammen, doch wenn einer seiner Freunde am Strand war, war ich ganz schnell abgeschrieben :D Was mir aber auch ganz gelegen kam, da ich so wenigstens eine kleine Pause vom Spielen hatte! Ein paarmal kam es dann auch vor, dass die Eltern oder Großeltern der Freunde mich baten, auch auf ihre Kinder auszupassen, was ich gerne tat.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Linda

Doch da ich im Juli dann sehr, sehr viel Zeit mit den Mädchen und vor allem dem Jungen verbrachte (die Eltern arbeiteten den ganzen Tag), waren die Mädchen, die sich im Alter von 12 und 15 Jahren ohnehin schon zu alt für ein Au Pair vorkamen, sehr schnell genervt von mir und empfanden mich dann teilweise sogar als in ihrer Familie störend; dementsprechend verhielten sie sich dann auch mir gegenüber, leider übernahm auch der kleine Junge ab und zu das Verhalten seiner Schwestern. Da das dann nicht immer so leicht war, kontaktierte ich die französische Partneragentur, die mir schon bei der Suche nach anderen Au Pairs in meiner Gegend sehr geholfen hatte, und mir einige hilfreiche Tipps gab und mir sogar ein Telefonat anbot. Kurz darauf bat ich meine Gastmutter, früher als vereinbart nach Hause fahren zu dürfen. Da sie mich jedoch fest eingeplant hatte und offenbar nur schlecht einen Ersatz für mich finden konnte, war sie nicht gerade begeistert und wir einigten uns darauf, dass ich knapp eine Woche früher fahren konnte.

Der Abschied war dann anders als erwartet. Während ich von dem Vater lediglich einen Händedruck bekam, war die Mutter sehr nett und der kleine Junge wollte mich eigentlich gar nicht gehen lassen und ich musste ihm versprechen, ganz bald wiederzukommen.

Mein Abreisetag kam dann plötzlich doch recht schnell und so packte ich meinen Koffer und verließ das Haus, in dem ich zuvor fast drei Monate gewohnt hatte, schon morgens um kurz nach 5. Da die Eltern nicht so früh aufstehen wollten, da sie einen anstrengenden Arbeitstag vor sich hatten, musste ich ein Taxi zum Bahnhof nehmen. Die Rückfahrt verging dann alles in allem recht schnell und bald hörte man wieder mehr Deutsch als französisch ;) Am Bahnhof in Frankfurt wieder angekommen, warteten schon meine Familie und mein Freund auf mich :)

Trotz vieler Zweifel und einiger Probleme, vor allem gegen Ende, bin ich sehr froh, mich für den Au-Pair-Aufenthalt entschieden zu haben und ich möchte die drei Monate in Frankreich nicht missen. Mein Französisch hat sich sehr verbessert (während ich am ersten Abend noch leicht verzweifelt am Esstisch gesessen und quasi nichts verstanden habe, konnte ich nach den drei Monaten zwar nicht alles, aber das meiste verstehen), ich habe so viele schöne Ort gesehen, so viele neue Erfahrungen gemacht und so viel gelernt. Und auch wenn ich in Frankreich oft keine Spielzeugautos mehr sehen konnte, fehlt mir der kleine Junge jetzt ganz schön.

Ein Au-Pair-Aufenthalt ist eine gute Möglichkeit, selbstständiger und erwachsener zu werden, da man nicht mehr nur für sich, sondern auch für andere Verantwortung übernehmen muss und nebenbei so viele neue Dinge sieht, ein anderes Land entdeckt und viele nette Leute kennenlernt.

Trotz einiger negativer Erfahrungen überlege ich jetzt mich nochmal als Au Pair zu bewerben. Auch für diesen Aufenthalt würde ich auf jeden Fall Multikultur als Organisation nehmen, da mir die Betreuung sehr gut gefallen hat, da die Organisation sogar in Frankreich noch für mich da war und sich nach mir erkundigt hat und auf meine Probleme eingegangen ist. Danke dafür!

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