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Frankreich

Aktuelle Informationen für Au Pairs bezüglich Corona

Ihr träumt von einem Au Pair Aufenthalt im Ausland aber seid verunsichert, ob eine Bewerbung z.Z. überhaupt möglich ist?

An dieser Stelle können wir euch eine positive Nachricht geben. Ja! Ihr könnt euch gerne bewerben. Es gibt wie in den letzten Jahren viele Familien, die ein Au Pair aufnehmen möchten. Die Familiensuche verläuft fast wie gewöhnlich und viele Au Pairs haben bereits eine nette Gastfamilie für den Sommer/Herbst gefunden.

Reisen in die EU Ländern sind wieder möglich!

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Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Joana

Nach 10 Monaten in Frankreich kann ich sagen, dass es eine unbeschreibliche Zeit gewesen ist. Wie immer im Leben gab es viele positive, aber auch negative Erlebnisse. Nach der Ankunft im Haus meiner Gastfamilie war ich zunächst einmal ein wenig eingeschüchtert von der Größe und der Ausstattung – Luxusautos, Luxusküche, Billiardzimmer, Musikzimmer, Bibliothek usw. Am zweiten Tag nach meiner Ankunft wurde ich dann auch direkt morgens alleine im Haus gelassen und musste mich zurechtfinden – ganz schön ungewohnt.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Joana

Der Alltag holte mich aber schnell aus dem anfänglichen Unbehagen. Um 16h musste ich an der Schule stehen um zuerst Charlotte und später dann Philippine abzuholen. Dann ging es nach Hause, Hausaufgaben machen, Spielen und ein bisschen was snacken. So gegen 18.30h ging es dann jeden Abend zur „Wasserschlacht“ unter die Dusche oder in die Badewanne und danach aßen die Kids und ich gemeinsam zu Abend. Das Lieblingsspiel der Kinder : verkleiden! So kam es dann auch schon mal vor, dass ich einen Tag lang als böse Hexe oder Prinzessin rumlaufen musste und wir uns einen Spaß machten und dann so zum Beispiel in den Supermarkt gingen. Am Ende kannten uns die Kassiererinnen sehr gut und die Kinder bekamen immer eine kleine Überraschung

Die Eltern kamen mal früher und mal später nach Hause, in der Regel war ich aber diejenige die mit den Kindern gemeinsam am Esstisch saß. Grade mit meiner Gastfamilie gab es viele ungewohnte, ja vielleicht sogar eher negative Aspekte, die wir im laufe der Zeit aber diskutieren konnten und sich vieles auch gebessert hat. Mein Verhältnis zu den zwei „Prinzessinnen“ war von Anfang an super! Man braucht sehr viel Durchsetzungsvermögen und muss sich grade am Anfang Respekt verschaffen. Die Kleinen testen nämlich sehr gerne mal die Grenzen aus. Mein Verhältnis zu den Gasteltern war eher kühl und distanziert, genau das Gegenteil von dem was ich am Anfang eigentlich erwartet hatte. Aus diesem Grund überlegte ich eine Zeit lang ob ich nicht die Gastfamilie wechseln sollte, aber die Bindung zu den beiden kleinen hat mich dann doch dort festgehalten.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Joana

Mit der Zeit lernte ich, dass die distanzierte Verbindung auch große Vorteile mit sich bringt – so konnte ich zum Beispiel, nachdem die Kindern im Bett waren, tun und lassen was ich wollte. Ich lernte unheimlich viele tolle Leute kennen und das ist auch das wichtigste, was mir der Auslandsaufenthalt gebracht hat. Internationale Kontakte, Freunde und eben die zwei kleinen Mäuse, an deren Leben ich weiterhin teilhaben werde! Am Anfang lernte ich Leute in der Sprachschule kennen, später dann durch eine Freundin die zufällig zur selben Zeit „Erasmus“ in Bordeaux machte. So bekam ich auch die Chance Einheimische als gute Freunde gewinnen zu können und nicht nur unter “ Nicht-Muttersprachlern“ zu bleiben. Generell unternahm ich sehr viel mit Freunden, Ausflüge an den Strand, nach Paris und das Highlight war dann Silvester in Warschau, mit der besten Mexicanerin der Welt! Sie habe ich auch in Bordeaux kennengelernt und so konnte Sie Weihnachten bei meiner Familie in Deutschland verbringen, bevor wir zwei uns dann mit dem Nachtzug ins kalte Warschau zu einer Polnischen Au-pair freundin begeben haben.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Joana

Auch die Ferien mit den Kindern z.B. bei der Oma auf dem Landsitz oder in Biarritz waren traumhaft! Im Winter durfte ich mit der Familie und 2 weiteren Familien zusammen in den Skiurlaub fahren. Am Anfang hiess es : Joana und 6 Kinder teilen sich ein Zimmer… Dieser Urlaub hörte sich nicht nach Urlaub an! Aber Als es dann so weit war, genoss ich die Woche in den Pyreneen in vollen Zügen! Gegen Mitte der Woche durfte ich mit Philippine, der größeren blaue Pisten runtersausen und auch das Schlittenfahren mit Charlotte und den anderen Kindern war super! Die Eltern achteten wirklich darauf, dass ich auch meinen Spaß hatte – so konnte ich Vormittags einen Skikurs besuchen und fuhr eben Nachmittags mit den Kindern Schlitten und Ski. Mit der Zeit wurde unser Verhältnis immer enger, ich lernte die typischen „Tricks“ der kleinen sehr schnell kennen...

Und auch meine Gasteltern wurden „zutraulicher“ und offener. So durften mich zum Beispiel mein Freund und eine Freundin aus Deutschland besuchen und ich konnte ihnen Einblicke in mein Leben in Bordeaux geben. Ja, insgesamt war die Arbeit in der Familie mit den Kindern viel härter, als ich mir vorher vorgestellt habe, grade das ins Bett bringen abends… dennoch ist es eine sehr große Bereicherung gewesen. So viel Verantwortung zu tragen und seine Bedürfnisse eben oft hinten an zu stellen ist oft hart. Trotzdem dann so viel Liebe entgegen zu bekommen, tausend gemalte Bilder und unzählige Umarmungen – die Negativen Aspekte werden sehr schnell durch viele positive ausgeblendet.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Joana

Meine Gastfamilie war eben nicht so, wie ich es mir am Anfang ausgemalt habe, mal bei einem Glässchen Rotwein gemütlich zusammen zu sitzen – Fehlanzeige. Dafür war ich mit den Kindern, der „Erziehung“ relativ frei gestellt und mir wurde nicht ständig von einem der Elternteile reingeredet, wenn ich mal einen Schokoriegel verboten habe. Im Gegenteil, oftmals gaben mir die Eltern dann Entscheidungsfreiheiten, zum Beispiel wenn Charlotte nach dem Abendbrot noch eine Scheibe Baguette haben wollte kamen dann Äußerungen wie :“ Charlotte, da musst du Joana fragen“ Die Zeit, die die Kinder mit mir verbrachten überschritt die mit ihren Eltern, deshalb war unsere Beziehung vor allem gegen Ende extrem eng. Die Ältere nannte mich ihre große Schwester und eines Abends im Bett sagte Charlotte, das jüngere Mädchen zu mir :“ Mama ich habe dich so lieb“ Ich denke, dieser Satz spiegelt die Familie super wieder. Die Eltern waren eben leider kaum Anwesend und wenn dann wurden die Kinder mit Spielzeug überschüttet, wahrscheinlich als Wiedergutmachung dafür, dass sie ihre Eltern so selten sehen.

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Joana

 

Oft gingen die Eltern auch Abends weg und wir Mädels veranstalteten dann einen Kinoabend mit allem drum und dran. Dieses Familienbild war das komplette Gegenteil, von dem das ich kannte. Aber man kommt irgendwann an einen Punkt an dem man sich sagen muss :“ es sind nicht meine Kinder, ich bin das Au pair mädchen“ Auch wenn man mit den Erziehungsmethoden der Eltern nicht einverstanden ist, muss man eben manchmal den Kopf schütteln und gewisse Dinge hinnehmen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich durch dieses (fast) Jahr in Bordeaux umheimlich erwachsen geworden bin. Ein Jahr als quasi Mutterrolle zu stehen und die Rolle und Freizeit einer 20-Jährigen mit denen einer Familienmutter zu kombinieren ist oftmals Kräfteraubend. Man muss aber auch dazu sagen, dass meine Familie wirklich eine Ausnahme war, was die häufige Abwesenheit der Eltern angeht. Verglichen mit anderen Au Pairs aus Bordeaux war das schon extrem. Ich kann nur sagen, ich habe zwei unheimlich süße Mäuse kennen und lieben gelernt und ich werde definitiv nach Bordeaux zurückkehren („Erasmus“, Studium oder ähnliches)
Denn diese Stadt ist der Wahnsinn!

Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Joana

Die Architektur, die kleinen Gassen mit den unzähligen Bars, die Garonne mit dem kleinen Rasenstreifen zum Picknicken, die Nähe zum Atlantik und zu den Pyreneen… fabelhaft Ausserdem habe ich während meiner Aupair-Zeit sehr gute Freunde kennengelernt, die natürlich auch besucht werden wollen! In den letzten 3 Monaten öffneten sich meine Gasteltern auch nochmal sehr stark und unser Verhältnis wurde fast sogar richtig freundschaftlich… Am Ende organisierte die Familie eine Riesenüberraschungsparty für mich! Nie hätte ich das von der am Anfang so kühlen Familie erwartet! Und als der Abschiedstag kam konnte selbst mein Gastvater seine Tränen nicht unterdrücken. Alles in Allem eine Bomben-Erfahrung die nicht nach einem Jahr zuende ist, sondern das Leben noch lange bereichern wird!

Danke an Multikultur, dass ihr mir das ermöglicht habt!
Und natürlich dass die Partneragentur ein so toller Ansprechpartner vor Ort war, als es dann doch mal kleinere Problemchen mit der Gastfamilie gab und ich mir nicht sicher war, ob ich dort bleiben möchte.

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