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Frankreich

Aktuelle Informationen für Au Pairs bezüglich Corona

Ihr träumt von einem Au Pair Aufenthalt im Ausland aber seid verunsichert, ob eine Bewerbung z.Z. überhaupt möglich ist?

An dieser Stelle können wir euch eine positive Nachricht geben. Ja! Ihr könnt euch gerne bewerben. Es gibt wie in den letzten Jahren viele Familien, die ein Au Pair aufnehmen möchten. Die Familiensuche verläuft fast wie gewöhnlich und die ersten Au Pairs haben bereits eine nette Gastfamilie für den Sommer/Herbst gefunden.

Auch wenn wir euch keine Garantie geben können, gehen wir zuerst davon aus, dass Reisen ab Sommer/Herbst 2020 trotz der momentanen Reiserestriktionen seitens Deutschland und den unterschiedlichen Ländern unter Beachtung von Schutz- und Hygienevorschriften wieder möglich sein werden.  

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Au Pair in Frankreich - Erfahrungsbericht von Janna

- 319 jours avec la meilleure famille d'accueil du monde -

Ende August brach ich auf nach Paris zu meinem französischen Abenteuer. Dass ich Au Pair werden wollte, hatte ich schon fast ein Jahr vorher entschieden und sehr früh mit den entsprechenden Vorbereitungen (Organisation finden, Bewerbung schreiben etc.) begonnen. Und so kam ich an einem spätsommerlichen Freitagnachmittag im August 2012 bei meiner Gastfamilie an. Ich lernte die drei Kinder kennen, mit denen ich die kommenden 10 und schlussendlich dann fast 11 Monate verbringen sollte: Ein großes Mädchen (9 Jahre), ein Junge (6 Jahre) und das Baby (bei meiner Ankunft 2 Monate alt).

Mit den Eltern war ich - trotz der vielen kulturellen Unterschiede, die ich zwischen den Deutschen und unseren vermeintlich ähnlichen französischen Nachbarn entdeckte - sofort auf einer Wellenlänge. Ich war das 4. Au Pair der Familie, sodass sie mir mit allen Sorgen und Nöten und auch dem klassischen 'Heimweh nach 2 Wochen' immer zur Seite stehen konnten. Die ersten 2 Monate meines Aufenthaltes war meine Gastmama noch in Mutterschutz und so konnte sie mir alles zeigen und helfen, wenn es in der Anfangszeit Probleme gab.

Ab Anfang November begann dann der ganz normale Wahnsinn und mein normaler Tagesablauf: Die Kinder wurden morgens von den Eltern in die Schule gebracht, sodass ich ausschlafen durfte. Dreimal die Woche besuchte ich einen Sprachkurs in Saint-Germain-en-Laye, was für mich vor allem zum Kontakte knüpfen wichtig war. So kam ich in eine Klasse mit circa 15 anderen Au Pairs aus der ganzen Welt, vor allem aber aus Schweden, Norwegen und Deutschland. Ab 17 Uhr habe ich dann gearbeitet und als Au Pair in Frankreich heißt das in der Regel die volle Verantwortung für die Kinder zu haben, da die Eltern vor allem in den großen Städten nur sehr selten vor 20:30h nach Hause kommen. Abends mussten die Hausaufgaben erledigt, den Kindern beim Duschen geholfen und etwas leckeres gekocht und ganz nebenbei auch noch ein Baby versorgt werden. Wie groß diese Verantwortung war, spürte ich eigentlich immer erst dann, wenn ich anderen davon erzählte, ich hatte das ganz selbstverständlich einfach so gemacht, ohne groß darüber nachzudenken.

Der 'mercredi horrible', wie er von uns Au Pairs liebevoll genannt wird, weil die französischen Kinder mittwochs nicht in die Schule gehen, war in den meisten Fällen dann gar nicht so schlimm, auch weil ich vor allem mittwochs das Gefühl hatte, wirklich freie Zeit mit den Kindern verbringen zu können, was im straff organisierten Alltag meiner kleinen Franzosen oft zu kurz kam. Zur Familie gehörte ich immer mehr dazu und meine drei kleinen Monster hatte ich sehr ins Herz geschlossen, sodass mir der Gedanke sie im Sommer wieder hier zurückzulassen schon jetzt schmerzte. Vor allem mit dem Baby hatte ich eine ganz besondere Beziehung aufgebaut, verbrachte sehr viel Zeit mit ihr und fühlte mich schon bald als ihre zweite Mutter und beobachtete mit großer Faszination wie sie immer größer wurde, einen richtigen Charakter entwickelte und eine Woche vor meiner Abfahrt tatsächlich anfing zu laufen.

An den Wochenenden hatte ich bis auf gelegentliches Babysitten immer frei und viel Zeit die Großstadt zu erkunden. Mit dem RER war ich in 15 Minuten im Stadtzentrum und genoss es unheimlich jedes Wochenende eine andere Ecke dieser wunderschönen Stadt mit meinen Freundinnen kennenzulernen. 30 Minuten vom Eiffelturm entfernt zu wohnen und dorthin fahren zu können, wenn ich Lust hatte, war für mich für die gesamte Dauer meines Aufenthaltes das allergrößte, was für meine Franzosen ein eindeutiges Zeichen dafür war, dass ich eben doch keine echte 'parisienne' geworden war.

Nach 11 Monaten fühle ich mich in Paris wie zuhause und bei meiner Gastfamilie wie daheim, mes enfants vermisse ich jetzt schon, aber der Abschied war kein 'au revoir', sondern nur ein 'à bientôt'. Danke an Multikultur für die Begleitung während des ganzen Jahres und die Geduld, wirklich alle meine vielen Fragen beantwortet zu haben und merci an Europair, die Partneragentur in Paris.

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