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Au Pair USA

au pair in den usa - lisa

„Das wird das Jahr deines Lebens!“, „Gut für dich!“ oder „Ich bin so neidisch!“ waren die häufigsten Reaktionen, die ich vor meinem Au Pair Aufenthalt von Familie, Freunden und Bekannten bekommen habe. Auch ich war voller Optimismus und habe mich total gefreut, ein Jahr in New York leben...

Doch als ich nach der Orientationweek zu meiner Gastfamilie kam, war erst einmal alle Freude verflogen. Meine Gastfamilie bestand aus meine Gasteltern, die die meiste Zeit von zu Hause aus gearbeitet haben, was mir vorher aber nicht gesagt wurde und auch nicht im Profil der Familie stand. In der Anfangszeit habe ich mich dann immer total beobachtet gefühlt, bis ich irgendwann gemerkt habe, dass dafür gar kein Grund besteht. Außerdem gab es dann natürlich noch die beiden Kinder, ein Mädchen 12 Jahre alt und ein Junge 16 Jahre alt. Der Junge ist Autist und da ich vorher noch keine Erfahrungen mit Autisten hatte, war ich am Anfang sehr verwirrt von seinem Verhalten und habe mich auch öfters gefragt, worauf ich mich hier eigentlich eingelassen habe. Doch eigentlich habe ich mich sehr schnell an ihn gewöhnt, ohne es erst wirklich zu merken. Aber als ich nach zwei Monaten zurück an meine Anfangszeit gedacht habe und wie komisch ich da das Verhalten von dem Jungen fand, habe ich gemerkt, dass ich mich an sein Verhalten gewöhnt habe.

Das 12-jährige Mädchen hat mir dann das Jahr über mehr Kummer bereitet. Während der Junge gemacht hat, was man ihm gesagt hat, war das Mädchen immer auf Kriegsfuß und hat wegen allem gejammert.

au pair in den usa - lisa

Auch hat es mir ein bisschen zu schaffen gemacht, dass ich das fünfte Au Pair war, somit nichts Neues mehr und deshalb wurde mir auch nicht alles direkt erklärt und erzählt.

Am Anfang habe ich überlegt in Rematch zu gehen. Durch eine Freundin, die ich bei der Orientation kennengelernt habe, habe ich dann aber gemerkt, dass es noch schlimmere Familien gibt als meine. Und dann war auf einmal auch schon die Hälfte meines Jahres vorbei.

Mein Alltag bestand darin, die Kinder morgens fertig zu machen und rechtzeitig aus dem Haus zu schicken. Dann hatte ich Freizeit bis sie wieder aus der Schule oder aus dem Camp kamen, welche während der Schulzeit 7 Stunden betrug und wenn sie im Camp waren fast 9. Wenn sie aus der Schule wieder kamen, begann mein fast täglicher Kampf das Mädchen vom Ipad loszueisen, damit sie ihre Hausaufgaben macht. Sobald ihr Mutter dann aber mal aus dem Büro kam, ging das ganz schnell. Zwischendrin wurden aber auch ganz viele Pausen gemacht, so dass ich teilweise abends noch bis halb elf mit ihr lernen musste. Auch alles Gerede, dass sich das ändern müsste, hat nie Früchte getragen. Abendessen musste ich noch machen, was meistens auch zu Gejammere vom Mädchen geführt hat, das mag ich nicht, das will ich nicht oder kannst du mir was anderes machen.

Dadurch dass wir einen ziemlich harten Winter hatten (sehr kalt und sehr viel Schnee und Eis) in dem die Kinder sehr oft keine Schule hatten und quasi nicht vom Ipad los zu kriegen waren und in dem man am besten einfach zu Hause blieb, hatte ich im Frühling und Sommer (Reisemonat) einiges an Geld um viel zu Reisen. Davor war ich über Weihnachten noch in Miami wo ich das unvergessliche Erlebnis hatte und mit Delphinen geschwommen bin.

Ansonsten ging es dann auch noch nach Boston, Chicago, Washington D.C., Baltimore, Philadelphia und an die Niagara Fälle. Mit meiner Gastfamilie war ich im Urlaub in Upstate New York und Montreal (Kanada). Im Reisemonat ging es dann nach Seattle, Los Angeles, Las Vegas, San Francisco, Grand Canyon, Yosemite Nationalpark und geendet haben wir das ganze wieder in NYC.

Ich weiß, dass hat sich jetzt zum größten Teil negativ angehört, aber mir ist meine Gastfamilie mit ihren Stärken und Schwächen über den Verlauf des Jahres sehr ans Herz gewachsen und ich habe mir beim Abschied sehr schwer getan.

Und auch wenn ich zwischen drin verzweifelt war, Heimweh hatte oder mich gefragt habe, was zum Henker ich hier eigentlich mache, hat sich das Jahr auf jeden Fall gelohnt. Denn die Erfahrungen, Erinnerungen und Freundschaften, die ich in diesem Jahr gemacht habe, sind unglaublich und keiner kann sie mir je wieder wegnehmen.

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