Au Pair Niederlande
Niederlande

au pair anne in den niederlandenHoi, mein Name ist Anne, ich bin 18 Jahre alt und habe das letzte halbe Jahr als Au Pair in den Niederlanden gearbeitet. Ursprünglich wollte ich nach dem Abi eigentlich ein Jahr als Au-Pair in die USA. Am Ende hat das aber nicht funktioniert, und weil ich sowieso in den Niederlanden studieren wollte, habe ich mich dann dafür entschieden meine Au-Pair-Pläne einfach ins „passende“ Land zu „verlegen“. Und was soll ich sagen : ich bin sehr froh, dass ich mich so entschieden habe. Zuvor habe ich die Niederlande immer nur mit Hagelslag, Vla, und einigen Urlauben in Centerparks verbunden, aber in den 6 Monaten die ich dort verbringen durfte habe ich dieses Land erst richtig kennengelernt und festgestellt wie viel es und seine Bewohner zu bieten haben.

Ich habe meine Au Pair Zeit in Lisse verbracht, einer ziemlich kleinen Stadt zwischen Haarlem und Leiden, die vor allem für die beeindruckenden Tulpenfelder des Keukenhofs bekannt ist.

Meine Gastfamilie hatte 4 Kinder, die vergleichsweise alle schon recht alt waren um noch ein Au-Pair zu haben. Die älteste Tochter war 15 und die Jüngste war 7. Sie hatten außerdem eine 14 Jährige Tochter und einen 12 Jährigen Sohn. Ich muss zugeben, dass ich eigentlich eine Gastfamilie mit sehr kleinen Kindern wollte und mich am Ende, auch erst in Absprache mit der Agentur, nur aus Sympathiegründen für diese Familie entschieden habe. Ich habe mich manchmal dafür verflucht, aber eben auch genauso oft festgestellt, dass ältere Gastkinder viele Vorteile haben. Letztendlich war ich sehr, sehr glücklich mit meiner Familie und ich habe sie in meiner Zeit dort sehr ins Herz geschlossen.

au pair anne in den niederlandenDa meine Gastkinder schon älter waren und somit Vormittags keines von Ihnen zuhause war, waren meine Aufgaben etwas Haushalts-lastiger. Morgens habe ich immer für die Familie das Frühstück gemacht und die Pausenbrote für die beiden jüngeren Kinder geschmiert. Dann begannen verschiedene Dinge, die im Haushalt so anfallen : Aufräumen, Einkaufen, Staubsaugen, Betten machen, Bügeln und ,bei einer so großen Familie vor Allem,: Wäsche waschen :D. Um 3 Uhr habe ich dann immer die 7 jährige Tochter aus der Schule abgeholt ( mit dem Fahrrad natürlich ;) ) und den Nachmittag mit ihr verbracht. Natürlich waren die ältesten Kinder auch zuhause und ich musste zum Beispiel beim 12 jährigen darauf achten, dass er seine Hausaufgaben macht oder mal hier und da an einen Termin erinnern, aber die meiste Zeit habe ich mit dem jüngsten Kind verbracht. Sie war tatsächlich am allerliebsten zuhause und somit haben wir viele Brettspiele gespielt ( Ich kann wirklich nicht mehr sagen wie oft ich in dieser Zeit UNO , ihr Lieblingsspiel, gespielt habe :D), gebastelt, gebacken oder den riesigen Garten der Familie ausgenutzt. Sie hatte auch 2 Kaninchen, die sehr süß waren, aber auch leider mehrfach im besagten, riesigen Garten ausgebüchst sind. Da kommt man als Au Pair dann leider nicht drum herum beim fangen zu helfen :D.

Freitags hatte sie immer schon um 12:15 Uhr Schule aus, dafür aber ab 15.00 Tennis. An diesem Tag hatten wir also immer etwas mehr Zeit zusammen, was ich persönlich sehr schön fand.

Zwischen 5 und halb 6 habe ich dann immer mit dem Kochen begonnen, denn wir haben immer, je nach dem wann meine Gastmutter nachhause kam, zwischen 5.30 und 6 Uhr gegessen. Danach habe ich noch geholfen die Küche aufzuräumen und anschließend hatte ich frei. Gearbeitet habe ich immer nur 4 Tage die Woche, somit hatte ich jeden Mittwoch und immer am Wochenende frei. Diese Freizeit habe ich mit anderen Au Pairs verbracht, die ich auf einem Au-Pair-Event und in meinem Sprachkurs kennengelernt habe. Am Ende hatte ich 4 recht gute Freundinnen mit denen ich, unabhängig von einander, meine Wochenenden verbracht habe. Es gibt in den Niederlanden tatsächlich sehr viel zu entdecken und auch wenn man am Anfang vor der Frage steht wie zum Teufel man seine ganzen Wochenenden füllen soll, geht das überraschend einfach. Was ich sehr empfehlen kann ist sich das „Weekend-vrij“- Abonnement für die OV-Chipkaart zu holen. Die OV-Kaart ist eine Chipkarte, die man mit Geld auflädt und als Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel in den Niederlanden benutzt. Für diese Karte gibt es aber auch noch verschieden Abonnements, die man online buchen kann, wie zum Beispiel das „Weekend-vrij“,was ich auch hatte, mit dem man für ungefähr 30 Euro im Monat am Wochenende „gratis“ jeden Zug nehmen kann. So kommt man für vergleichsweise wenig Geld wirklich in jede Stadt, in die man will, egal wie weit sie weg ist.

au pair anne in den niederlandenNach ca. 2 Monaten in den Niederlanden habe ich dann außerdem meinen jetzigen Freund kennengelernt. Einen waschechten Niederländer mit dem ich dann natürlich auch sehr viel Zeit verbracht habe und der mir auch mit meiner Sprache sehr geholfen hat. Niederländisch zu lernen ist für Deutsche vergleichsweise einfach, aber es ist immer noch eine neue Sprache und vor Allem sie auf diese Art und Weise zu lernen ist manchmal sehr hart. Ich persönlich konnte wirklich kein Wort Niederländisch als ich in die Gastfamilie kam, was schwer war, da ich öfter das Gefühl hatte meinen Job nicht richtig machen zu können, da man ein Kind natürlich auch manchmal ermahnen muss, oder zum Beispiel etwas spielen möchte wozu man die gleiche Sprache sprechen muss. Deswegen war es für mich zu Anfang schwer mich in den Alltag einzufinden, denn man macht sowieso schon gezwungenermaßen einige Fehler, weil man noch nicht alle Abläufe der Familie kennt. Wenn man dann nicht einmal die Sprache spricht, fühlt man sich manchmal ein wenig einsam oder hilflos, was schon Heimweh verursachen kann, aber das wird schnell besser. Ich persönlich hatte auch wieder den Vorteil, dass meine Gastkinder schon etwas älter waren sodass die älteren Geschwister ihrer kleinen Schwester Sachen übersetzen konnten, die ich auf Englisch gesagt habe. Außerdem konnte die Jüngste auch schon gut Lesen, sodass ich mir am Anfang tatsächlich manchmal mit Google Übersetzer geholfen habe.

Ich würde sagen nach ca. 3 Monaten konnte ich dann meinen Alltag auf Niederländisch bewältigen, anfangs natürlich noch sehr holprig aber es wird tatsächlich von Woche zu Woche besser. Im Allgemeinen habe ich auch festgestellt, dass Niederländer sehr hilfreich und freundlich sind und Alle sehr gutes Englisch sprechen.

Ich persönlich würde jeder Zeit wieder ins kalte Wasser springen und die Sprache auf diese Art und Weise lernen.

Auch generell würde ich den Au-Pair-Aufenthalt jederzeit wiederholen. Es ist nicht immer einfach, aber man lernt so viel, macht neue Erfahrungen und hat eine tolle Zeit, in der man ein ganzes Land und seine Kultur kennenlernen kann.

Ich kann nach meiner Zeit da nur sagen, dass ich die Niederlande und auch die Niederländer sehr ins Herz geschlossen habe und mich sehr auf mein Studium dort freue, was diesen September beginnt? !!

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