Sep.2006 - Aug. 2007
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Berichtstext: Hallo!
Ja, endlich schaffe ich es mal den versprochenen Erfahrungsbericht zu schicken.
Ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist!
Seit zehn Monaten wohne ich nun schon hier in Stockholm und ich muss schon
beginnen, mich von meiner neuen, schwedischen Heimat, die ich längst liebgewonnen
habe, zu verabschieden.
Im Zuge dessen versuche ich jetzt meine verbleibende Zeit richtig bewusst zu
genießen. Das Meer, das ich ganz bestimmt vermissen werde, meine Arbeit,
die Familie, die Stadt und natürlich die Schweden.
Dass ich schon bald zurückkommen muss um "meinem" Schweden einen
Besuch abzustatten und die Erinnerungen an meinen AuPair-Aufenthalt aufzufrischen,
ist beschlossene Sache.
Ich kann wirklich sagen, dass ich nur positive Erinnerungen hier gemacht habe
(vor allem zurückblickend;-). Meine Familie war wirklich supernett, die
Kinder total süß und meistens auch sehr lieb, Stockholm absolut schön,
die Schweden freundlich und die Sprache gut lernbar.
Die Erwartungen, die ich vor meiner Ankunft hier hatte, sind absolut erfüllt
worden.
Ich glaube, dass ein solches Jahr mit vielen neuen Erfahrungen, neuen Menschen
und Abstand von zu Hause eigentlich gar kein Misserfolg sein kann. Denn selbst
wenn man manchmal ein bisschen Pech hat und sehnsüchtig an zu Hause denken
muss, ist man hinterher nur stolz, dass man es trotzdem geschafft hat. Schließlich
gibt es selbst zu Hause Zeiten in denen einfach alles schief geht. Und wenn
es etwas gibt, dass ich hier gelernt habe, ist das, alles ein bisschen weniger
ernst und verbissen, sondern ein bisschen gelassener und entspannter anzugehen.
Dass man auch viel über sich selbst lernt und sich auch verändert
in so einem Jahr liegt auf der Hand. Denn nur wenige hatten schon in der Schulzeit
die Gelegentheit plötzlich in einem fremden Land mit fremden Leuten, die
andere Gewohnheiten und andere Ansichten haben, zusammen zu leben. Erst wenn
man sich in dieser Situation befindet sieht man, wie man selbst damit umgeht
und wie schwer oder leicht es einem fällt sich anzupassen, bzw. sich bewusst
von bestimmten Eigenarten der Anderen zu distanzieren und die eigene Position
in dem neuen Umfeld zu bestimmen.
Trotzdem ist man natürlich kein neuer Mensch, wenn man zurückkommt.
Nur ein Mensch, der ein anderes Leben und viele neue Leute (Connections!!;-)kennen
gelernt hat!!
Viele Grüße aus dem schönen Norden,
Lisa