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Sarah und ich

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Sarah und ich
Berichtstext: Also um eine Anfang zu finden, ich habe mich relativ spontan entschlossen als Aupair ein Jahr im Ausland zu verbringen, war daher auch was mein Aufenthaltsland betrifft nicht wirklich festgelegt und so hat es mich im Septzember 2003 nach England, genaugesagt nach Birmingham verschlagen. Nach dem ersten Telefonat mit meiner Gastfamilie kam ich ins Grübeln, konnte ich es wirklich mit 4 Kindern aufnehmen?! Ich konnte wie ich schnell feststellte, auch mein sprachliches Defizit (mit meinem Schulenglisch stieß ich schnell an meine Grenzen) war jedoch nach 2 Wochen vollkommen überwunden und ich verfiel im Laufe des Jahres so komplett in den "brummy accent" dass mir immer noch die wenigsten Briten glauben dass ich nur ein Jahr dort gelebt hab. Zu meiner Gastfamilie, die vier Kinder Sarah 13, Chris 11, Melissa 7 und Hannah 5 haben mich von Anfang an als große Schwester gesehen, Sarah und ich wurden gute Freunde, gingen auch am Wochenende an dem ich iommer frei hatte shoppen oder schwimmen, mit Chris ging ich regelmäßig in meiner Freizeit in den Park um Fußball zu spielen. Besonders Hannah war mein Baby, obwohl sie schon 4 war als ich ankam hatte ich trotzdem das Gefühl ein Teil ihrer Kindheit zu sein und bei unserem Abschied weinte sie noch eine Woche später bitterlich wie mir meine Gastmutter berichtete. Zu meinen Gasteltern hatte ich auch ein ganz besondere Beziehung, sie sahen in mir ein mittelding zwischen einem 5 kind und einer guten Freundin, so ging ich mit ihnen zum Sport, Einkaufen, mein Gastvater nahm mich regelmäßig mit zum Fußballspiel in Manchester und ich verbrachte die meisten Abende in der Woche mit ihnen im Wohnzimmer auf der Couch. Zu meinen Aufgaben, ich musste morgens mit den Kindern frühstücken, Melissa und Hannah beim Anziehen helfen (zum Glück gibt es in England Schuluniformen!) und sie zur Schule fahren(mit meinem eigenen Auto dass ich immer vollgetankt zur Verfügung hatte). Den vormittag hatte ich Zeit für mich und hab einen Sprachkurs am College gemacht, was mir erstens sprachlich ungeheuer viel gebracht hat und mir zweitens ermöglicht hat Leute aus aller Welt kennenzulernen, mit denen ich schon nach einer Woche auch privat meine Zeit verbracht hab und auch immer noch Kontakt zu den meisten habe. Nachmittags musste ich die Kleinen wieder von der Schule abolen und beaufsichtigen. Außerdem war ich verantwortlich für das Abendessen der Kinder. Während wir aßen kam dann schon mein gastdad nach hause und ich war aus meiner Pflicht entlassen, was man eigentlich gerade wenn man sich mit seiner Familie gut versteht kaum sagen kann, weil ich auch wenn ich "frei" hatte natürlich wenn ich zuhause war trotzdem die Kinder um mich hatte und ich mich um sie kümmerte. Alles in allem kann ich sagen dass mir dieses Jahr sehr viel gebracht hat, gerade dass man am Anfang vollkommen auf sich gestellt ist, lässt einen zu sich selbst finden und aus sich herauskommen. Ich hab mich auf jeden Fall verändert und bin viel selbstsicherer geworden durch all die Erfahrungen. In meiner Gastfamilie hab ich auf jeden Fall eine zweite Familie gefunden, ich weiß dass ich ein zweites Zuhause hab. Wir haben immer noch Kontakt, sie waren schon hier bei mir in Deutschland und ich fliege in 2 Wochen wieder für eine Woche nach Birmingham.
Datum: 29-01-2007 22:01:39
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