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Voluntäre bei Cheetah Outreach

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Voluntäre bei Cheetah Outreach
Berichtstext: Juli 2005 - März 2006
South Africa war vor meinem Aufenthalt dort lange Zeit ein Land für mich, das ich hauptsählich durch Reiseberichte von Bekannten und Dokumentationen im Fernsehen kannte. Ausgerüstet mit einer Menge guter Ratschläge (von denen nun wirklich mindestens die Hälfte einfach nur lächerlich waren) von allerlei Leuten, die sich somwieso immer besser auskennen als jeder andere, flog ich Anfang Juli 05 nach Kapstadt. Natürlich war ich sehr aufgeregt, aber da ich schon am Flughafen in Frankfurt 3 andere sehr nette Mädels traf, die mit auch mit Multikultur unterwegs waren, blieb das Heimweh aus. Unter Anderem dadurch noch unterstützt, dass wir in der ersten Woche echt ein super Programm hatten und die Umgebung Kapstadts gezeigt bekamen. Meine ersten sechs Monate verbrachte ich in einem Projekt in Stellenbosch, das sich mit der Aufklärung von Touristen, Einheimischen und vorallem Schülern im Bezug auf die hochgratig gefährdeten Geparden Afrikas beschäftigte. Das Projekt war eine sogenannte "non-profit" organisation und finaziert sich hauptsächlich durch Eintrittsgelder und Spenden. Dadurch sind dort Voluntäre grundsätzlich notwendig wenn zu Beispiel Schulbesuche anstanden oder Pressetreffen. Außerdem hieß es natürlich die Gaperden zu versorgen und Touristen über das Projekt zu informieren. Zu Beginn war ich etwas kritsch gegenüber dem Projekt, aber als ich mehr über die Geparden erfuhr und über die vielen Zweitprojekte die sie unterstützten war ich überzeugt. Es ist eine tolle Arbeit die dort geleistet wird und ich kann jedem empfehlen sich bei einem Besuch in Stellenbosch ein bisschen Zeit einzuräumen um "Cheetah Outreach" zu besuchen und evt zu unterstützen. Ich lebte dort in einem Haus mit 3 anderen Voluntären und wir hatten das Glück dass zu der Zeit auch 8 Gepardenbabys dort untergebracht waren. Die anderen Volutäre waren alle aus anderen Ländern was sehr schön war un ich kann nur sagen dass ich eine sehr schöne Ziet dort hatte da ich viele südafrikanische Freunde fand und auch das Team die Voluntäre super aufnimmt und wir oft eingelanden wurden. Selbts Weihnachten kam kein Heimweh auf da ich von meinen Freunden eingeladen und umsorgt wurde ;). Danach arbeitete ich dann noch 5 Wochen in "Monkeyland" bei Plettenberg Bay. Dort gefiel mir die Arbeit leider nicht so, aber die vielen andern Voluntäre machten die Zeit dort zu einer grossen Party, da wir jeden Abend grillten und feierten. Die 5 Wochen waren eigentlich mal als 2 Monate eingeplannt gewesen aber durch Kontakte verhlaf ich mir dann noch kurzfristig zu einem anderen Projekt, das sich mit den Delphinen und Walen an der Küste vor Plettenberg Bay beschäftigte. Dort blieb ich leider nur noch 3 Wochen da meine Abreise immer näher rückte. Auch dort hatte ich eine grandiose Zeit. Ich muss sagen, dass ich froh bin in jedem dieser Projekte gewesen zu sein. Auch wenn es manchmal nicht meinen Erwartungen entsprach und ich zeitweise auch mal gelangweilt war, hatte diese Zeit immer sein Gutes und hat mich sehr weit gebracht. Ich denke es gehört dazu sich auch mal fremd zu fühlen und man muss damit umgehen können sich anpassen zu müssen. Doch würde ich im Nachhinein auch manche Dinge anders planen. Jeder sollte sich etwas Zeit nehmen in dem Land in dem er sich aufhält auch rum zu reisen. Ich hatte einmal 10 Tage an der Garden Route mit einer Freundin und dann zum Abschied noch mal 5 Tage mit meinem Vater in Krüger, doch habe ich gemerkt dass dieses Land einfach noch sooooo viel mehr zu bieten hat und ich noch längst nicht alles gesehen habe. Ich würde aber immer wieder versuchen so viel Ziet wie möglich mit den Einheimischen zu verbringen, da einem dadurch erst das Leben in South Africa im Eigentlichen bewusst wird. Es war sehr schwer für mich viele von diesen neuen Freunden zurückzulassen, vorallem da ich immer und überall freundlich, großzügig, herzlich, ohne Vorurteile und vor allem in ehrlicher Art und Weise aufgenommen wurde. Das ist wahrscheinlich neben South Africa's großartiger Landschaft, dem Multikultimix, dem Wildleben, den individuellen Städten und den vielen vielen Menschen das Schönste an diesem Land. Ich freue mich schon sehr darauf Anfang des nächsten Jahres die Menschen wiederzusehen, die die Zeit dort unvergleichlich gemacht haben. Und auch ich würde sagen, dass das Jahr (wenn es auch kein ganzes war), das schönste in meinem bisherigen Leben war! Und wahrscheinlich beschreibt Frank Wedekind es am treffensten... "Ein früherer Klassenkamerad schreibt mir aus Afrika, wenn man sich in Afrika unglücklich fühle, dann fühle man sich noch zehnmal glücklicher, als wenn man sich in München glücklich fühle."
Datum: 29-01-2007 13:55:09
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