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 September 2004 - August 2005

September 2004 - August 2005
Berichtstext: Ich denke nun nach dem ich 6 Monate wieder in Deutschland bin, denke ich kann meine Erfahrungen zu Südafrika beitragen. Das es schön war, im nachhinein und auch zwischen durch ja. Will ich zurück unbedingt, aber nur auf besuch. In Deutschland leben, nein nicht für immer. Es gibt doch noch so viel zu erleben. Kurz zu dem was ich unten gemacht habe, Kinderheim in Robertson, monkyland in plett und eine rehab für Alkohol und drogenabhängige. Für mich war das eine gute Lösung, als ich mich entschied, dachte ich erstmal English einigermaßen lernen. Bei Kindern ja eigentlich kein Problem. Aber weit gefehlt, mir wurde eigentlich immer nur vorgeworfen, dass ich kein Afrikaans kann, doch das lernt man auch recht schnell, man muss sich bloß drauf einstellen. Das gute an meiner Projektkonstelation, das ich erstmal die Menschen und ihre Mentalität kennen lernen konnte. Da muss ich sagen das ich in den ersten 2 Projekten, eher die negativen Seiten zu spüren bekommen habe und das leider nicht nur von dein einheimischen, sondern auch von einigen voluntären(hierbei grüß an die Ina). Aber last euch von all dem nicht runter ziehen. Es gab auch sehr viele positive Seiten, die ihr am besten kennen lernt wenn ihr euch auch mal was allein wagt. Und alle sicheren reise Möglichkeiten nutzt (wovon ich abraten kann ist weitere Strecken im Zug in der 3. klasse zurückzulegen, aber jo-burg ist auch außerhalb des Backpackers sehr schön allein zu genießen). Nun aber sicherlich zu der wichtigsten arbeit meines Aufenthalts, Tovluge Rehab. Für mich war es klar, dass ich das machen werde, doch als ich da ankam. Die erste Volontärin seit 2jahren und somit erste die ihre zeit dort ohne größeren zwischen fälle überstanden hat. Die erste Woche war der Horror, ich würde nur in die Schranken gewiesen von den angestellten und den Patienten, die meisten zwischen 17 und 30, bedrängt. Man hat immer das Gefühl auf der Abschussrampe zu stehen, alles was du falsch machst wird gegen dich verwendet. Doch die Schwestern dort hatten Ahnung von dem was sie tun, haben mich kurz drauf hingewiesen wenn etwas nicht richtig war und den Patienten keinen Glauben geschenkt. Natürlich musste ich dafür auch was tun, aber schlussendlich hat es sich ausgezahlt. Leichter ist es dadurch auch nicht geworden, ich wurde nun für die Wochenenddienste eingeteilt. Kurz zu dem was ich überhaupt machen musste, auf die Patienten aufpassen das sie keine regeln brechen. Anfangs nachts, was gar nicht so schlecht war man bekam nicht so viel von ihnen mit. Später würde ich nur noch für die Wochenenddienste eingetragen, man ist 12 Stunden und länger mit den Patienten zusammen (da man aus dem Zentrum abends auch nicht weg kam). An tagen wo sie nicht viel zutun haben, also ist stress vorprogrammiert. Das führte bei mir zu Schlafstörungen, immer wenn ich arbeiten musste, bin ich 4-5-mal in der Nacht aufgewacht und hatte nur noch Albträume. Außerdem habe ich Schüttelanfälle bekommen, wenn ich von meinen Patienten erzählt habe. Doch ich hatte Glück, ich hatte freunde in der nähe, die mir sehr geholfen haben. Zusammenfassend ist zu Tovlug, überlegt es euch wirklich gut, ob ihr das auf euch nehmen wollt, wenn ihr euch sicher seid ihr schafft das, ist es bestimmt nicht das schlechteste was man tun kann. Man lernt ne menge über Menschen und Drogen. Da ich anschließend noch in einem eher unangenehmen Viertel in Kapstadt lebte, konnte ich das Drogenproblem hautnah miterleben. Zurück in Deutschland, war jedoch das schlimmste an dem ganzen Jahr, ich habe an allem und vor allem an mir gezweifelt. Und nach 6 Monaten ist das nicht unbedingt besser geworden.
Datum: 29-01-2007 12:02:09
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