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Andera Volunteer in Ecuador

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Andera Volunteer in Ecuador
Berichtstext:
Nach dem Abi wollte ich erstmal raus aus Deutschland- die Freiheit
genießen, einen anderen Kontinent, dessen Kultur und Mentalität kennen
lernen, mein Spanisch verbessern und dabei noch anderen Menschen helfen.

Tatsächlich haben sich für mich all diese Hoffnungen erfüllt
und im Nachhinein kann ich sagen, dass die acht Monate Südamerika meine
Erwartungen noch um Meilen getoppt haben.

Unter anderem habe ich diese tollen Erlebnisse auch Multikultur und Ordex, der
Partnerorganisation in Ecuador zu verdanken, die sich immer super um mich gekümmert
haben.

Am Flughafen in Ecuador angekommen, wurde ich gleich von einem
Mitarbeiter der Partnerorganisation Ordex abgeholt, der mich dann zu der Voluntärsresidenz
in Quito brachte, wo ich die ersten beiden Wochen zusammen mit drei Deutschen
und einer Engländerin gewohnt habe. In dieser Zeit habe ich auch einen
Sprachkurs in der kleinen und sehr familiären Sprachschule Apu Inty besucht.
Obwohl ich schon Spanisch in der Schule gelernt habe, hat mir dieser Kurs trotzdem
eine Menge gebracht und ich konnte hinterher wirklich fließend sprechen.
Außerdem gab es an der Schule noch viele Aktivitäten wie Museumsbesuche,
Salsa Tanzkurse, Filmabende, Kochkurse für ecuadorianisches Essen usw.
was immer richtig lustig war.

Die zwei Wochen vergingen wie im Flug und ich war froh, dass ich anfangs mit
den Mädels zusammen gewohnt habe, die mir sehr geholfen haben, mir Tipps
gegeben haben und mich auch gleich in das ecuadorianische Nachtleben eingeführt
haben.


Nach dem Sprachkurs bin ich zu meiner Gastfamilie gezogen, in
der ich drei Monate gelebt habe und meine Projektarbeit bei CENIT, auf die ich
mich schon so lange gefreut habe, ging auch endlich los.

CENIT ist ein relativ großes Projekt im Süden von Quito, das sich
um die Straßenkinder und deren Familien kümmert. Für Volontäre
gibt es bei diesem Projekt sehr viele Möglichkeiten sich einzubringen-
so kann man unter anderem in der Schule, dem Kindergarten, beim Arzt auf den
Märkten oder in verschiedenen Mal- und Handarbeitskursen mitarbeiten.

Ich wurde auf dem Markt "Caballos" eingeteilt. Zusammen mit drei anderen
Volontären bestand meine Aufgabe darin die Kinder bei ihren Eltern an den
Marktständen abzuholen und anschließend mit den Kindern singen, basteln,
spielen und ihnen Hygiene Maßnahmen wie Hände waschen und Zähne
putzen bei zu bringen.

Die Arbeit auf dem Markt war sehr abwechslungsreich und hat mir auch sehr viel
Spaß gemacht, da die Kinder unheimlich süß, lebensfroh und
zutraulich sind. Trotzdem gab es auch frustrierende Tage, da manche Kinder kaum
Lernfortschritte machten, sehr schnell angelenkt waren oder einfach nicht mitmachen
wollten.


Als die drei Monate vorbei waren, ging ich weiter nach Puerto
Quito zu den "Tropical Farms", wo ich bei einem ökologischen
Projekt zusammen mit einer anderen Deutschen mitgearbeitet habe.

Das Dorf ist ungefähr vier Stunden von Quito entfernt und liegt in mitten
der Tropen. Die Gegend dort ist unglaublich schön, und die Menschen sind
sehr nett, aber leider auch viel ungebildeter als in Quito.

Meistens wohnt man zwei Wochen auf einer Finca und zieht dann zur nächsten
weiter. Man unterstützt dort die Bauern bei ihrer täglichen Arbeit,
wobei bei uns von Schokolade herstellen, über Bambusbäume fällen,
Englisch unterrichten, Schule bemalen, Gartenarbeit, Wege anlegen, Kühe
melken bis hin zu selber Schmuck herstellen fast alles dabei war.

Was uns allerdings sehr zu schaffen machte, waren die hohe Luftfeuchtigkeit,
die Hitze und die Mosquitos, von denen es leider Millionen gibt.

Dafür wurden wir mit den tollsten tropischen Früchten, unserer eigenen
kleinen Bambushütte, Hängematten und einem Fluss zum Baden entschädigt.

Auf der zweiten Finca gab es dann kein fließendes Wasser, weshalb wir
immer mitten im Regenwald unterm Wasserfall geduscht haben, was sicher ein einmaliges
Erlebnis war!!

Außerdem waren zur gleichen Zeit noch 12 deutsche Zivis aus einem anderen
Projekt in dem Dorf, weshalb also immer etwas los war.


Nach der Projektarbeit bin ich dann anschließend noch vier
Monate durch Südamerika gereist: durch Ecuador, Kolumbien und Peru.

In Ecuador war ich allerdings nur noch kurz, da ich das Meiste schon gesehen
hatte. Man kann dort echt super an den Wochenenden reisen, da man von Quito
aus innerhalb von 4 Stunden zur Küste oder eben in die andere Richtung
in den Dschungel kommt. Das kleine Andenland bietet quasi echt alles (Pazifikküste,
Anden, Regenwald) und es gibt richtig viel zu sehen und Erleben. Außerdem
sind die Busse dort echt günstig (1 h Fahrzeit kostet ein Dollar) so kann
man also locker mal einfach ein Wochenende an der Küste verbringen.


Falls ihr noch irgendwas wissen möchtet über Ecuador
oder eines der anderen Länder oder Infos braucht, könnt ihr mich gerne
fragen. Ich helfe euch, soweit ich es kann, gerne weiter.


Allen, die demnächst in das Land der Meerschweinchen Esser
fliegen wünsche ich viel Spaß!


Liebe Grüße

Andrea


Datum: 04-01-2008 11:51:35
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