Brasilien
Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit in Brasilien von Jonas |
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Nachdem ich Ende April 2010 meines Zivildienst abgeleistet hatte, entschied ich mich die nun verbleibende Zeit bis zum geplanten Studiumsbeginn im Oktober weitestgehend in Brasilien zu verbringen. Da ich nicht nur Reisen, sondern auch die Sprache lernen und möglichst eine soziale Arbeit verrichten wollte, entschied ich mich für ein zweimonatiges Programm von Mulitkultur. In den ersten zwei Wochen standen meine fünfzig Stunden Sprachkurs auf dem Programm. Allerdings wären das fünf Stunden pro Tag gewesen und da zu der Zeit auch noch die Fußballweltmeisterschaft auf dem Programm stand, wurden die Stunden brasilianisch flexibel auf 4 Wochen verteilt. Im Sprachkurs haben wir nur das gelernt, was wirklich auch Anwendung fand, da die Brasilianer ihre Sprache im Alltag ziemlich vereinfachen. Außerdem lag der Schwerpunkt auf freiem Sprachtraining, was natürlich zeitweise anstrengend, aber, meiner Meinung nach, sehr effizient war. Die ersten zwei Wochen verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit meinen beiden Mitbewohnerinnen. Wir wohnten zu dritt in einer seperaten Wohnung von Maria CecÃlias Haus. Während die Mädels sich ein Zimmer teilten hatte ich das andere für mich allein :). Außerdem hatten wir Bad, Küche und Fernsehzimmer zur unserer freien Verfügung. Nach der Eingewöhnung fing ich also in meinem Projekt an. Puro Amor ist eine Einrichtung, die sich um Kinder aus sozial schwachen Familien kümmert. Die Kinder sind zwischen acht und vierzehn Jahre alt und kommen entweder vormittags und gehen danach zur Schule oder andersherum. Anfangs bin ich nachmittags dort gewesen, da mein Sprachkurs vormittags fortgeführt wurde. Für die Kids war ich der erste Freiwillige aus Deutschland und sie waren alle ganz wild darauf mich mit Fragen zu löchern. Dadurch war ich auch sofort in die Gruppe eingebunden und, obwohl ich anfangs kaum in der Lage war mich mit ihnen zu unterhalten, hatte bald eine ganze Horde neuer Freunde. Meine Arbeit bestand darin, die Lehrerinnen zu unterstützen. Also im Englischunterricht mithelfen, beim Basteln, Stricken usw. auf eine kleinere Gruppe aufzupassen und mit den Jungs Fußball zu spielen^^. Highlight war die festa junina, zu der wir massenweise Süßigkeiten, eine Hüpfburg und zwei Trampolins geordert hatten. Die sechs Wochen gingen wahnsinnig schnell rum und als ich mich aufmachte, ein bisschen vom Rest Brasiliens zu erkunden, fiel mir der Abschied schwer. Vier Wochen später kam ich vor meiner endgültigen Heimreise nochmal in Blumenau vorbei und kann sagen, dass das Städtchen in Santa Catarina, im Vergleich zum Rest Brasiliens (Rio, Salvador, Nordosten), sehr ruhig und entspannt ist. Meiner Meinung nach ein perfekter Einstieg für den ersten Aufenthalt im fünftgrößten Land der Erde, vor Allem, wenn man des Portugiesischen nicht mächtig ist. Zwar gibt es in Blumenau das zweitgrößte Oktoberfest der Welt, aber eigentlich beschränkt sich die deutsche Kultur auf touristisch Interessantes. Die Menschen sehen nicht aus wie typische Brasilianer, aber deutsch sprechen nur wenige, ältere Menschen. Ich für meinen Teil werde alles daran setzen zur WM 2014 Besuch Nummer zwei zu realisieren. Und eigentlich muss ich den brasilianischen Sommer auch noch erleben… |
Auf einen Blick FA-BR
- Mindestalter: 18 Jahre
- Dauer: 2 Monate - 6 Monate
- Soziale und ökologische Projekte
- Projektorte: Blumenau (Provinz Santa Catarina)
- 50 Std. Sprachkurs inklusive
- Programmgebühr: ab 1299 € (für 6 Wochen)









